2. Bundesliga

Zwayer ob Walter-Kritik nicht nachtragend, wünscht aber mehr Verständnis

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Wegen seiner pointierten Kritik gegenüber den Leistungen von Schiedsrichter Felix Zwayer und Videoassistent Robert Kempter bei der Partie bei Erzgebirge Aue am Freitagabend (0:0) muss Trainer Tim Walter vom VfB Stuttgart mit einer Geldstrafe rechnen. Zwayer hat sich nunmehr selbst zu den Vorkommnissen während und nach dem Spiel geäußert.

„Ich habe in diesem Geschäft schon ganz andere Dinge erlebt“, so der FIFA-Referee gegenüber den Stuttgarter Nachrichten. „Ich bin nicht nachtragend.“ Gleichwohl hege er, wie die Schiedsrichterschaft insgesamt, mehr Objektivität in der Bewertung auch durch handelnde Personen. Insbesondere gelte dieser Wunsch, so Zwayer, für Äußerungen, die mit einem gewissen Abstand zur entsprechenden Situation fallen. „Jeder Spieler und Trainer soll seine Individualität ausleben können. Was mir wichtig ist, wäre aber mehr Verständnis für die jeweilige Aufgabe.“

Zwayer stützt Videoassistent Kempter

Walter hatte die Schiedsrichterleistung mit markigen Worten kritisiert. Unter anderem habe Zwayer wie seine Ehefrau gepfiffen, „weil die pfeift auch immer für die, die die schönsten Trikots anhaben“. Kempter unterstellte er wegen eines Nichteingriffs bei einer strittigen Elfmeterszene, zu dieser Zeit ein „Pausenbrot“ gegessen zu haben. Der Hauptschiedsrichter brach nun eine Lanze für seinen Videoassistenten. „Um auf Strafstoß zu entscheiden, bedarf es da mehr Eindeutigkeit, weil dies ein sehr gravierender Eingriff ins Spielgeschehen ist“, so Zwayer. „Diese Klarheit lag für mich hier nicht vor.“ Nicolas Gonzalez war im Auer Strafraum zu Fall gekommen. Für die Unparteiischen lag kein eindeutiges Verschulden von Verteidiger Calogero Rizzuto vor.

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