Bundesliga

Zu viel Risiko vor Kohrs Notbremse? Hütter: „Das war sicherlich ein Fehler“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt hatte beim FSV Mainz 05 im ersten Durchgang nach dem Führungstor eigentlich alles im Griff gehabt und das Spiel weitestgehend kontrolliert. Doch kurz vor dem Pausentee ging das Team noch einmal ins Risiko – und wurde dafür bitter bestraft. Trainer Adi Hütter äußerte sich selbstkritisch.

„Die Aktionen waren Fluch und Segen“, sagte Adi Hütter nach der 1:2-Niederlage von Eintracht Frankfurt beim FSV Mainz 05 auf Nachfrage von fussball.news. Mit dem ersten Eckball in der 33. Minute gingen die Hessen in Führung: Daichi Kamada legte blitzschnell auf Djibril Sow ab, der den Ball irgendwie zu Almamy Toure brachte. Der Innenverteidiger schirmte das Leder ab und legte auf Innenverteidigerkollege Martin Hinteregger ab, der einschieben konnte. Die Mainzer wurden von der Variante in diesem Moment überrascht.

Eintracht ging erneut ins Risiko – und wurde dafür bestraft

Zehn Minuten später konnten sich die Rheinhessen deutlich besser befreien. Statt den Ball kurz vor dem Seitenwechsel zu sichern und etwas defensiver zu agieren, ging die Eintracht erneut ins Risiko. Kamadas Eckball kam diesmal viel zu kurz, der FSV konnte klären und somit den Schlüsselmoment erzwingen. „Sie haben viel Schnelligkeit und Power. Das war ein super Ball in die Tiefe. Levin Öztunali ist Dominik Kohr davongelaufen und hat dann super gekreuzt. Das können und müssen wir besser machen“, beschrieb Hütter die Situation.

„Um den Lohn unserer Arbeit gebracht“

Der Coach gab selbstkritisch zu: „Man muss uns vorwerfen, dass wir noch einmal eine Variation gewählt haben, die etwas riskant war. Zuerst ist es noch gut gegangen, dann hat es uns um den Lohn unserer Arbeit gebracht.“ Kohr versucht am Ende der Kette noch zu retten, was in diesem Moment nicht mehr zu retten war. Die komplett offene Eintracht war überspielt, der Weg zum Tor für die Mainzer vollkommen frei.

Hütter übt Selbstkritik

Hütter nahm die Schuld mit auf sich: „Es wäre vielleicht besser gewesen, einen Spieler mehr hinten reinzustellen und so keinen Konter zuzulassen. Das war sicherlich ein Fehler.“ Die Platzverweise häufen sich in dieser Saisonphase, Kohr flog als dritter Akteur in den vergangenen drei Bundesligapartien vom Feld. Zu viel! Es gilt in Frankfurt, diesen Trend schnellstmöglich zu stoppen.

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