Borussia Dortmund

Zieht Hertha die 20-Millionen-Klausel bei Wolf? Preetz kann es sich „grundsätzlich vorstellen“

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Hertha BSC ist am Mittwochabend mit dem Schrecken davon gekommen. Im Heimspiel in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Dynamo Dresden rettete sich das Team erst spät ins Elfmeterschießen und behielt dann die Oberhand. Marius Wolf stand da nicht mehr auf dem Platz. Dennoch sind sie in der Hauptstadt mit der Leihgabe von Borussia Dortmund sehr zufrieden.

Dessen Transfer am letzten Tag der Wechselperiode Anfang September kam durchaus überraschend. Nur ein Jahr, nachdem der BVB den vielseitigen Flügelspieler von Eintracht Frankfurt verpflichtet hatte, zog es ihn weiter zur Alten Dame. Angesichts der großen Konkurrenz im Kader von Lucien Favre war es freilich ein logischer Schritt, sein Glück andernorts zu versuchen. Es hatte sich lediglich nicht angekündigt, dass Wolf dabei noch im Sommer gehen würde. Mit Hertha fand sich ein ambitionierter Klub, zu dem die Spielweise des Coburgers gut passt.

Kaufoption liegt deutlich über Marktwert

Die Frage ist freilich, ob aus der einjährigen Kennenlernphase eine dauerhafte Beziehung wird. So gut Wolf eingeschlagen ist, für ihn würde gemäß der Vereinbarung zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund eine Kaufoption von immerhin 20 Millionen Euro fällig. Damit müsste der Hauptstadtklub wohl deutlich über Marktwert zahlen, inklusive der Leihgebühr hätte Wolf dann sogar 22 Millionen gekostet. Die Schwarzgelben würden sich über ein Top-Geschäft freuen, immerhin kostete der 24-Jährige bei der Verpflichtung aus Frankfurt ’nur‘ eine Summe im siebenstelligen Bereich.

„Reden kann man immer“

„Wir können uns das grundsätzlich vorstellen“, sagt der Berliner Sportgeschäftsführer Michael Preetz gegenüber dem kicker zur Frage, ob der Klub die Option auf Wolf ziehen wird. Dabei deutet er aber auch an, gegebenenfalls versuchen zu wollen, die Summe etwas zu drücken. „Reden kann man immer miteinander“, so der Ex-Nationalspieler. Eine gewisse Gesprächsbereitschaft dürfte in Dortmund vorhanden sein. Dass sich an der grundsätzlichen Situation von Wolf beim BVB im Sommer 2020 etwas entscheidend verändert haben wird, ist kaum realistisch. Daher könnte es Sinn machen, sich auf eine geringere Ablöse zu einigen. Um nicht das Gehalt eines nicht eben essentiell wichtigen Spielers tragen zu müssen.

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