Bundesliga

„Wollten von der Strahlkraft profitieren“: Preetz über „ungewöhnliche Erfahrung“ mit Klinsmann

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Jürgen Klinsmann hat mit seinem geräuschvollen Abschied bei Hertha BSC mächtig Staub aufgewirbelt. Bis heute hat sich die Aufregung noch nicht allenthalben gelegt. Michael Preetz muss weiterhin in nahezu jedem Interview Fragen über die 76 Tage des ehemaligen Bundestrainers bei der Alten Dame beantworten.

„Es war eine kurze Zeit und eine ungewöhnliche Erfahrung. Wir haben uns ja schon was bei der Verpflichtung bis zum Saisonende gedacht“, so der Sportchef der Berliner beim TV-Sender Sky. „Wir wollten von seiner Strahlkraft profitieren, die er ja ohne Frage besitzt.“ Dies habe zumindest anteilig sogar funktioniert, meint Preetz. Worin der Effekt der Strahlkraft von Klinsmann sich geäußert habe, spart er allerdings aus. Zuletzt hatte der Hertha-Boss kundgetan, der Ex-Coach habe etwa einen zu vernachlässigenden Anteil am Zustandekommen von Transfers im Winterfenster gehabt.

„Recht einmaliger Vorgang“

Jegliche positiven Auswirkungen des Klinsmann-Engagements wurden freilich durch dessen Abschied torpediert. „Ich glaube, das war ein recht einmaliger Vorgang nicht nur in der Bundesliga, sondern im internationalen Fußball“, so Preetz. „Dass eigentlich der wichtigste Angestellte des Klubs, und das ist der Cheftrainer nun einmal, von jetzt auf gleich seine Arbeit niederlegt und durch die Hintertür verschwindet.“ Regelrecht skurril wurde es im Anschluss, als eine Abrechnung in Form eines Tagebuchs, die Klinsmann geschrieben haben soll, öffentlich wurde.

„Nicht an mir, zum Hörer zu greifen“

Preetz kann mit darin enthaltenen Anschuldigungen an seine Person gut leben, weil er sie „abgesehen von ein, zwei Kleinigkeiten“ zurückweisen könne. Die Art und Weise der Kritik hält er freilich für völlig inakzeptabel. Klar ist deshalb auch, dass das Tischtuch zwischen Klinsmann und den Hertha-Verantwortlichen zerschnitten ist. „Man sollte im Leben nie ’nie‘ sagen, aber ich empfinde es nicht so, dass es an mir wäre, zum Hörer zu greifen und die Nummer von Jürgen Klinsmann zu wählen. Wenn, dann müsste es in seinem Interesse sein“, sagt Preetz über den 76-Tage-Cheftrainer.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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