1. FC Magdeburg

Wolf-Premiere für den HSV in Magdeburg unter besonderer Beobachtung

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Der 1.FC Magdeburg empfängt am Freitagabend (18:30 Uhr) am 11. Spieltag der 2. Bundesliga den Hamburger SV. Es ist ein Duell der Gegensätze: Drittliga-Aufsteiger trifft auf Erstliga-Absteiger, der aktuelle Tabellen-15. den fünften. Besondere Würze bringt der Trainerwechsel der Hanseaten von Christian Titz zu Hannes Wolf. Die Vorschau von fussball.news.

Die Nachricht von der Entlassung von Christian Titz und der gleichzeitigen Einstellung von Hannes Wolf schlug am Dienstag durchaus hohe Wellen. Auch wenn dem HSV in den vergangenen Spielen häufig einiges zur Spitzenmannschaft zu fehlen schien, stehen die Rothosen tabellarisch ja ordentlich da. Nur zwei Punkte fehlen auf den Aufstiegsplatz, der es am Saisonende sein soll. Im Umfeld vermischen sich deshalb Fassungslosigkeit und Ärger über das erneut vermeintlich kurzsichtige Handeln der Klub-Führung.

„Das hat nichts mit mir zu tun“

Für Wolf bedeutet das, dass er schon bei seiner Premiere in Magdeburg unter besonderer Beobachtung steht. Die große Skepsis, die dem Hamburger Schritt entgegen schlägt, wird nur ein Sieg in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt entschärfen können. „Natürlich sind Menschen in so einer Situation angefasst, aber das hat ja nichts mit mir zu tun“, versuchte der 37-Jährige vor der Partie den Druck vom Kessel zu nehmen. „Meine erste Tage waren angenehm, professionell.“

Lasogga in der Startelf?

Wie er sein Debüt angehen will, darüber verlor Wolf kaum Worte. Angesichts der wenigen Zeit, die der gebürtige Bochumer mit der Mannschaft bisher verbringen konnte, sind wohl kaum große Experimente zu erwarten. Der frühere Nachwuchstrainer von Borussia Dortmund wird gleichwohl mitbekommen haben, dass es Hamburg derzeit vor allem an Torgefahr mangelt. In vier der letzen fünf Partien gelang dem Klub kein eigener Treffer. Für Pierre-Michel Lasogga könnte das die Zurückbeorderung in die Startelf bedeuten.

Vorbereitung für Magdeburg „nicht einfach“

Der Trainerwechsel hat die Lage für Magdeburg verändert. Auch wenn Wolf wenig Zeit blieb, kommt ein eher unbekannter Gegner in die MDCC-Arena. Nicht nur, weil die beiden Teams noch nie in einem Pflichtspiel aufeinander trafen. „Die Vorbereitung auf den HSV war nicht einfach“, bestätigte Trainer Jens Härtel am Donnerstag. „Ein neuer Trainer bringt immer neue Ideen mit. Personell wird er nicht ganz so viel ändern, aber eventuell taktisch.“ Für den 49-Jährigen macht es deshalb wohl am ehesten Sinn, die Konzentration auf das eigene Spiel zu lenken.

Rother hofft auf den besonderen Charakter

Der Aufsteiger kommt noch nicht so recht vom Fleck. Ein Saisonsieg steht gleich sechs Unentschieden gegenüber. Am vergangenen Spieltag setzte es beim 0:3 in Heidenheim die erste Niederlage seit Anfang September. Mittelfeldmann Bernd Rother hofft, dass der große Gegner zu Bestleistungen führt. „Für Fans und Mannschaft wird es ein besonderes Spiel“, so der 22-Jährige vor der Partie. „Wir können uns immer auf die Leute verlassen, die im Stadion sind. Jetzt wollen wir endlich mal etwas zurückzahlen. Das haben alle verdient.“

Zwei Sperren in der Abwehr

Vor heimischem Publikum ist Magdeburg bislang noch sieglos. Beim Versuch, den ersten Dreier einzufahren, muss Härtel allerdings sein Team umbauen. Tobias Müller sah in Heidenheim Gelb-Rot, Dennis Erdmann seine 5. Gelbe Karte. Steffen Schäfer könnte für Erdmann in die Innenverteidigung rücken. Auf Müllers Posten hinten links dürfte Nico Hammann spielen, dessen Platz im Mittelfeld dann wohl an Felix Lohkemper ginge. Bei einer Niederlage droht Magdeburg das Abrutschen auf den  Relegationsplatz. Der HSV könnte hingegen für eine Nacht die Tabellenführung übernehmen, sofern Greuther Fürth gleichzeitig sieglos bleibt bei Darmstadt 98.

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