Borussia Dortmund

Witsel will „beweisen, dass Favre auch im zweiten Jahr erfolgreich arbeiten kann“

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Borussia Dortmund hat mit einer famosen 2. Halbzeit und der darin geglückten Aufholjagd gegen Inter Mailand am Dienstagabend viel Rückenwind für den Bundesliga-Schlager beim FC Bayern am Samstag getankt. Gelänge auch dort ein Erfolg, wären die Diskussionen um Lucien Favre wohl erstmal vorbei. Axel Witsel versteht sie ohnehin nicht.

„Er ist ein ausgezeichneter Coach“, so der Belgier gegenüber Sport Bild. „Wir haben den richtigen Trainer und die richtige Mannschaft, um Titel zu gewinnen.“ Die Kritik am Schweizer habe er durchaus vernommen, so der Mittelfeldmann, obwohl er Medien keine große Beachtung schenke. Bei Favre sei aber keinerlei Reaktion darauf zu bemerken gewesen. „Der Trainer hat sich nicht verändert“, so Witsel. „Er geht jedes Spiel mit großer Motivation und der hundertprozentigen Überzeugung des Gewinnens an.“

Verflixtes zweites Jahr?

Dabei stehe die Mannschaft fest hinter ihm und gebe auch für den Trainer ihr Bestes. Beinahe amüsant findet der 104-fache Nationalspieler den immer wieder geäußerten Vorwurf, Mannschaften unter Favre spielten stets ein schwaches zweites Jahr, als ob der Cheftrainer einem Fluch unterliege. „Dann sollten wir jetzt umso mehr versuchen zu beweisen, dass Lucien Favre auch im zweiten Jahr erfolgreich arbeiten kann“, hat Witsel eine Idee. Dabei sieht er die Mannschaft ohnehin schon auf einem guten Weg. In einer hektischen Phase des Spielplans sei sie schließlich von Platz acht auf Platz zwei vorgestoßen, kam zudem im DFB-Pokal weiter. Den Sieg in der Champions League konnte er da noch nicht wissen.

Titel sind möglich

Allerdings stimmt Witsel der These wohl zu, dass Borussia Dortmund in der laufenden Saison selten am Leistungslimit gespielt hat. Für den Routinier hängt es auch damit zusammen, dass die Gegner besser auf die Mannschaft eingestellt seien. „Es ist grundsätzlich schwieriger, Erfolg zu bestätigen als ihn nur einmal einzufahren“, argumentiert der Mittelfeldmann. „Wir haben im Kader genug Qualität, um am Ende der Saison einen Titel feiern zu können“, ist er dennoch überzeugt. Ein Sieg beim FC Bayern am Samstagabend wäre ein wichtiger Beleg für diese These.

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