2. Bundesliga

„Wie im schlechten Film“: So wild verliefen Diekmeiers vergangene Monate

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Ex-HSV-Profi Dennis Diekmeier hat sich dem SV Sandhausen bis 2020 angeschlossen und ist wieder zurück auf der Fußballbühne. Es ist das glückliche Ende einer Zeit, die der Rechtsverteidiger im Gespräch mit der Hamburger Morgenpost als „schlechten Film“ bezeichnete.

203 Bundesligaspiele schwer, mit 29 Jahren noch im besten Fußballeralter und dazu ablösefrei: Das Paket Dennis Diekmeier wirkte im Sommer, obwohl mit dem Makel des Abstiegs mit dem Hamburger SV versehen, durchaus attraktiv. Und im Juni schien alles klar zu sein für den Rechtsverteidiger. Der spanische Erstligist CD Leganes, ein kleiner Klub in Madrid, wollte ihn holen. „Es passte alles.Dort zu spielen und in einer so tollen Metropole wie Madrid leben zu können, war sehr reizvoll“, erzählte Diekmeier.

Leganes sagte plötzlich ab

Der Vertrag sei bereits ausgehandelt worden, doch dann baten die Verantwortlichen den Spieler, mit der Unterschrift zu warten. Mit Mauricio Pellegrini wurde noch ein neuer Trainer geholt und plötzlich stand die Frage, ob der Außenverteidiger der Spanisch-Kenntnisse besitze, im Raum: „Ich sagte ihm, dass ich die Sprache noch lernen müsse.“ Pellegrini wollte aber einen Rechtsverteidiger, der Spanisch spreche und so platzte der Deal.

USA- und Türkei-Angebote passen nicht

Interesse weckte ein Angebot aus den USA, doch der Ein-Jahres-Vertrrag war Diekmeier zu wenig: „Ich wollte nicht ohne meine Familie gehen. Aber du nimmst ja nicht alle mit, reißt sie hier aus dem Leben und weißt dann nach einem Jahr wieder nicht, wie es weitergeht.“ Wild wurde es, als ein Großklub aus der Türkei anklopfte und an einem Tag sieben türkische Berater, die vermitteln wollten, anriefen: „Das war krass. Für meinen Geschmack zu krass.“

Plötzlich war Diekmeier raus

Diekmeier hoffte weiter: „Ich wollte unbedingt im Laufe der Sommer-Transferperiode einen Klub finden.“ Dieser Wunsch erfüllte sich nicht: „Als das nicht klappte, fiel ich erstmal in ein Loch.“ Arbeitslos meldete sich der Defensivmann dennoch nicht, er hoffte als arbeitsloser Profi – die in der Hinserie jederzeit verpflichtet werden können – einen Klub zu finden. Das Angebot aus Sandhausen kam daher passend für Diekmeier: „Aber jetzt reicht es erstmal. Ich will wieder kicken, es wird höchste Zeit. Ich brenne!“

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