2. Bundesliga

Weydandt: Hannover-Krise kein Trainer-, sondern ein Kopfproblem

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Hannover 96 hat es auch im sechsten Anlauf nicht geschafft, den ersten Heimsieg der Saison zu landen. Am Freitagabend gelang trotz früher Führung durch Hendrik Weydandt gegen den SV Sandhausen nur ein 1:1. Der Torschütze war anschließend schwer enttäuscht, stärkt Mirko Slomka aber den Rücken.

„Ich muss mir ganz genau überlegen, was ich sage“, begann der Stürmer sein Statement gegenüber dem Radiosender NDR2. „Es ist extrem enttäuschend, wie wir hier nach unserem Tor auftreten. Es ist die alte Leier.“ Wie zuletzt des Öfteren verloren die Niedersachsen nach eigener Führung nach und nach den Faden. Den Tiefpunkt dachte der Klub dabei vorige Woche beim Karlsruher SC erlebt zu haben. Dort ließ das Team gleich drei Führungen durch die Finger gleiten. „Dass wir unsere Linie nach dem 1:0 verloren haben, hat gar nichts mit dem Trainer zu tun“, sagt Weydandt nun nach dem neuerlichen Rückschlag.

„Ich verstehe es nicht“

Vielmehr gehe es um „Wille, Kampfbereitschaft und die unbedingte Leidenschaft, dass du einfach mal eine Führung ins Ziel bringen willst“. Tatsächlich aber konnte sich Hannover 96 noch glücklich schätzen, dass die Gäste gerade in der ersten Halbzeit großen Chancenwucher betrieben. „Ich muss sagen, ich verstehe nicht, was da bei uns passiert. Auch in den Köpfen, in der Mentalität der Mannschaft“, so der Torjäger. Der Heimfluch spielt für Weydandt dabei allerdings nur eine untergeordnete Rolle.

„Zuhause gewinnen ist einfach Pflicht“

„Wir haben zu selten erlebt, dass wir für unsere Arbeit belohnt werden, oder dass wir uns selber mit konstanter Arbeit belohnen“, so der Stürmer. Dennoch seien die Negativerlebnisse vor heimischer Kulisse selbstredend „eine bittere Enttäuschung. Du musst hier zuhause gewinnen, das ist einfach Pflicht.“ In der Tat liest sich die Heimbilanz des Absteigers erschreckend. In sechs Versuchen gelangen lediglich vier Remis, dabei schoss Hannover gar nur drei Treffer. Vielleicht kommt den Niedersachsen da gerade recht, dass wegen der Länderspielpause der nächste Auftritt in der WM-Arena von 2006 erst am 25. November gegen den SV Darmstadt ansteht.

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