3. Liga

Wettberg: Darum ist die Lage von 1860 „brandgefährlich“

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1860 München kommt in der 3. Liga weiterhin nicht so recht vom Fleck. Die Löwen stehen nach dem 1:1 gegen den Halleschen FC am Samstag auf Rang zehn, haben aber nur zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Karsten Wettberg schätzt die Lage als bedrohlich ein.

„Es ist gefährlich, brandgefährlich!“, so der Ex-Trainer im Interview mit der Münchner Abendzeitung. Das Problem sei, dass es vier feste Absteiger gibt. „Da kann man schnell reinkommen“, so der 77-Jährige. Er sieht in allen Mannschaftsteilen Schwächen, bemängelt aber vor allem die spielerische Qualität des Teams. Es fehle allen voran an Kreativität aus dem Mittelfeld. Auch dadurch, so Wettberg, seien die Giesinger zu abhängig von Stürmer Adriano Grimaldi. Der 27-Jährige wartet seit Anfang Oktober auf seine elfte Torbeteiligung der Saison.

Ex-Trainer fordert mehr Demut von den Löwen

„Er ist aktuell nicht in Form und nicht so spritzig, wird immer wieder von zwei Mann gedeckt“, analysiert Wettberg. „Man sieht bei ihm auch seine Sorge vor Verletzungen. Er geht nicht mehr so in die Zweikämpfe.“ Insgesamt fehle es den Löwen an der Klasse, um in der 3. Liga vorne mitzuspielen. Dies liege allerdings vor allem an wirtschaftlichen Gründen. Trainer Daniel Bierofka und Sportchef Günther Gorenzel leisten seiner Ansicht nach „hervorragende Arbeit“. Trotz aufkeimender Kritik gebe es keine Alternative zu Bierofka auf dem Chefposten. „Wir sollten auch demütig daran denken, wo wir vor einem Jahr waren“, erinnert Wettberg an den finanziell bedingten Absturz aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga. Der achtfache Bayernmeister trainierte die Löwen zwischen 1990 und 1992.

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