Bundesliga

Werner sieht sich bereit für Top-Klub, aber „der Druck ist ganz anders und viel größer“

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Timo Werner stand bereits vor der laufenden Saison über Wochen, wenn nicht Monate im Rampenlicht der Transfer-Spekulationen. Der Stürmer von RB Leipzig kokettiert seit einigen Wochen wieder öffentlich mit einem Wechsel nach der Spielzeit. Vor allem der FC Liverpool gilt als Interessent. Der Nationalspieler sieht sich bereit für den Schritt in die Riege der europäischen Eliteklubs.

„Ich denke, dass ich das Potenzial und die Möglichkeiten jetzt schon habe, in einer großen Mannschaft spielen zu können“, so der Angreifer gegenüber dem TV-Sender Sky. Diese selbstbewusste Haltung speist sich nicht nur aus den bereits über 20 Saisontoren in der laufenden Bundesliga-Spielzeit. Sondern auch aus der Nationalmannschaft, in der Werner an der Seite von Spitzenspielern aufläuft. „Nur glaube ich, dass es, wenn man dort ist, nochmal andere Abläufe gibt. Wenn man sagt, man muss Meister werden, man muss in der Champions League weit kommen, man muss den Pokal gewinnen.“

„Eine Sache, die ich lernen muss“

Bei RB Leipzig sei die Sprachregelung eher, dass man erfolgreich sein „will und es wäre schön“, so Werner. „Wenn plötzlich das Wörtchen ‚muss‘ kommt, ist der Druck nochmal ganz anders und viel größer.“ Dies bezieht der seit Freitag 24-Jährige durchaus auch auf den Anspruch an die eigene Person. Werner weiß, dass bei den absoluten Top-Klubs die Erwartungen extrem wären. In jedem Spiel müsse er ein Tor und eine Vorlage liefern, setzt er sich äußerst anspruchsvolle Ziele. „Das im Hinterkopf zu haben, das ist für mich eine Sache, die ich noch lernen muss. Jedes Spiel zu 100 Prozent da zu sein, in jedem Spiel zu wissen, es geht heute auch um die Meisterschaft, weil man am Ende Meister werden muss.“

„Stabilität reinbringen“

Der große Unterschied zu einem Klub wie RB Leipzig liege für ihn persönlich darin, dass die absolute Konstanz in seinen Leistungen eine Grundvoraussetzung sei. „Dass ich von 30 Spielen nicht in 28, sondern in 30 den Timo Werner zeige, den es gibt.“ Bei den Sachsen kann sich der gebürtige Stuttgarter auch mal Schaffenspausen leisten. Kürzlich blieb er etwa vier Spiele am Stück ohne Treffer und vergab gegen den FC Bayern eine Riesenchance auf den Siegtreffer. „Ich muss in meinen Aktionen eine Stabilität reinbringen, die über 30 Spiele hält und nicht in ein, zwei Spielen mal nicht funktioniert“, formuliert Werner. Der 29-fache Nationalspieler kann Leipzig dem Vernehmen nach für eine Ausstiegsklausel in moderater Höhe verlassen.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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