Bundesliga

Werner: „Ich will auf das Level von Hazard oder Griezmann“

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RB Leipzig hat seiner furiosen Premierensaison in der Bundesliga eine etwas schwächere zweite Spielzeit folgen lassen. Auch Timo Werner konnte seine herausragenden Werte als Torschütze nicht ganz beibehalten. Der 22-Jährige möchte sich dennoch für die neue Saison keinen großen Druck machen. Insgesamt will er aber hoch hinaus.

„Ganz wichtig wird sein, meinen Tatendrang nicht in Druck umzuwandeln, indem ich verbissen in die Saison gehe mit dem Ziel: Ich muss Tore schießen, ich muss, muss, muss“, so der Angreifer im Interview mit der Sport Bild. „Nein, ich will die nötige Lockerheit bewahren.“ Mit den Sachsen habe er große Ziele, es soll zurück in die Champions League gehen. Dafür habe in der vergangenen Spielzeit vor allem die Konstanz gefehlt, so die Analyse von Werner. „Uns fehlen gegen zwei Absteiger fünf Punkte“, rechnete er zudem vor. Angesichts von vier Punkten Rückstand auf die Champions-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund schmerzte das wohl besonders.

„Dann muss man vielleicht zu einem Großen gehen“

Unter Trainer Ralf Rangnick traut Werner den Bullen eine konstantere Saison zu. Seine persönliche Zukunft sieht er zumindest mittelfristig bei Leipzig. „Ich würde irgendwann gerne auf ein Level kommen wie Hazard oder Griezmann, dann muss man vielleicht zu einem ganz großen Verein gehen, weil dort die Aufmerksamkeit noch mal eine ganze andere ist“, sagte er gleichwohl. Allerdings habe er mit seinen 22 Jahren noch genug Zeit, sich in die entsprechende Richtung zu entwickeln. „Ich habe mindestens drei, vier Jahre, um dann nicht nur in einem Haifschbecken mitzuschwimmen – sondern im optimalen Fall vorneweg zu schwimmen.“

Dann wäre Bayern keine Alternative

Sollten sich die Sachsen unter Rangnick und ab 2019 unter Julian Nagelsmann optimal entwickeln, wäre der FC Bayern als potenzieller neuer Klub für Werner wohl aus dem Rennen. Wenn Leipzig in Zukunft um die Meisterschaft spielen und regelmäßig an der Königsklasse teilnehmen könne, „käme bei einem Wechsel nur noch das Ausland infrage“. Zuletzt hatte die Leipziger Volkszeitung berichtet, Werner stünde unmittelbar vor einer Verlängerung seines ohnehin bis 2020 laufenden Arbeitspapiers. „Bislang habe ich mir keine Gedanken gemacht“, versicherte der 17-fache Nationalspieler. „Ich fühle mich hier extrem wohl und weiß, dass ich in Leipzig den nächsten Schritt machen kann.“ Werner war 2016 von seinem Jugendverein VfB Stuttgart zu den Bullen gewechselt. Seitdem hat er in 77 Pflichtspielen 42 Tore erzielt, 17 Treffer vorbereitet.

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