Bundesliga

Werder ohne neues Nachwuchsleistungszentrum „nicht überlebensfähig“

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Werder Bremen hat durch einen Negativlauf mit einem Punkt aus vier Partien etwas den Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga verloren. Dennoch ist die Entwicklung seit Monaten positiv. Damit das langfristig so bleibt, muss sich aber die Infrastruktur der Hanseaten dringend verbessern.

„Bis Anfang 2022 hätten wir gerne ein neues Nachwuchsleistungszentrum neben dem Weserstadion in der Pauliner Marsch“, so Präsident Hubertus Hess-Grunewald gegenüber der Bild-Zeitung. „Für uns ist das existenziell notwendig.“ Werder sei als Klub auf die Ausbildung der eigenen Profis angewiesen. Im aktuellen Zustand sei das aber nicht mehr lange möglich. Die Infrastruktur im Nachwuchsbereich sei nicht zeitgemäß. „Wenn das Leistungszentrum in dem jetzigen Zustand bleibt, kommen aber keine Top-Talente mehr, und ohne Top-Talente sind wir nicht mehr überlebensfähig,“ warnt der 58-Jährige.

Werder baut auf Talente

Das aktuelle NLZ sei auf dem Stand der 1960er und 1970er Jahre. „Das ist nicht mehr zumutbar. Viele Spieler sind erst einmal irritiert, wenn sie das sehen.“ Das Problem für die Grün-Weißen ist dabei auch der große Konkurrenzkampf im Nachwuchsbereich. Talentierte Spieler und ihre Familien haben heute große Auswahl, was den besten Ausbildungsort angeht. „Wir können darauf verweisen, welchen Stellenwert die Nachwuchsarbeit hat, wie viele Talente es aus unserem Leistungszentrum in den Profifußball schaffen“, hält Hess-Grunewald dagegen. Im aktuellen Kader stehen alleine fünf Eigengewächse.

„Werder gehört nach Bremen“

Allerdings müssen die Rahmenbedingungen für die Werder-Jugend dringend verbessert werden. 32 Millionen Euro, schätzt der Präsident, müssen dafür investiert werden. Der Klub hoffe auf eine Beteiligung der Stadt. Sollte es keine Baugenehmigung geben, drohe sogar der Umzug nach Niedersachsen. „Dann würden unsere Profis nur noch alle 14 Tage bei Heimspielen ins Weserstadion kommen. Das wäre eine Katastrophe. Werder Bremen gehört nach Bremen. Werder gehört an die Weser.“ Die Hanseaten empfangen am Samstag den FC Bayern zum Nord-Süd-Schlager.

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