Bundesliga

Werder-Legende Eilts glaubt nicht mehr an die Rettung

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Werder Bremen hat am Montagabend mit einem 1:4 gegen Bayer Leverkusen einen neuerlichen Tiefschlag im Abstiegskampf kassiert. Die Hanseaten verharren auf Rang 17 und machen Klub-Ikone Dieter Eilts keine große Hoffnung mehr auf eine Rettung.

„Betrachtet man die 90 Minuten gegen Leverkusen, muss ich feststellen, dass sich zur Situation vor der Pause nichts verändert hat“, schreibt der Europameister von 1996 im Weser-Kurier. „Ich sehe keine Gründe, die Anlass geben zu glauben, dass sich bei Werder noch etwas ändert. Es gibt keine Hinweise, dass sich die sportliche Leistung der Mannschaft entscheidend verbessert.“ Der Defensiv-Spezialist sieht eine erhebliche Mängelliste beim Team von Florian Kohfeldt, nicht zuletzt auf der mentalen Ebene. Werder fehle es an Mut und Zutrauen, aber auch an der mannschaftlichen Geschlossenheit.

„Über die gesamte Saison fehlt die Erstligatauglichkeit“

Hinzu kommen für Eilts geradezu unerklärliche Häufungen von eklatanten Aussetzern. „In der Gesamtheit sind es so viele Fehler, dass über die gesamte Saison die Erstligatauglichkeit fehlt“, so sein vernichtendes Urteil. Dabei lässt der 55-Jährige auch keine Ausreden mehr gelten. Zwar hat Bremen weiterhin mit Verletzungen zu kämpfen, jedoch sei es nach der etwa neunwöchigen Corona-Unterbrechung „der beste Kader gewesen, der Florian Kohfeldt in dieser Saison zur Verfügung gestanden hat. Das Ergebnis ist erschreckend und macht mich sprachlos“, so Eilts.

1999 half ein Trainerwechsel

Er befürchtet nun einen Domino-Effekt für kommende Aufgaben. In den Köpfen der Spieler sei das eigene Scheitern fest verankert. „Bei Werder befürchte ich, dass beim ersten Negativ-Erlebnis während des nächsten Spiels gleich wieder alles kippt“, so der einstige Sechser. Er hält die aufkeimende Trainerdiskussion wohl durchaus für gerechtfertigt. Zumindest weist Eilts darauf hin, dass sich die Grün-Weißen 1999 infolge eines Wechsels auf der Trainerbank zu Thomas Schaaf retten konnten. „Ein Trainerwechsel gibt aber keine Garantie auf Erfolg“, weiß er gleichzeitig. Werder trifft am Samstag auswärts auf den SC Freiburg, weist aktuell fünf Punkte Rückstand auf Platz 16 auf. Immerhin bleibt den Hanseaten ein Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt in der Hinterhand.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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