Bundesliga

Werder: Kein Gegenpressing a la Klopp

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Werder Bremen liegt nach der Vorrunde mit 22 Punkten auf Rang zehn und somit fünf Zähler hinter dem angepeilten und von Eintracht Frankfurt belegten sechsten Platz. Ein Problem: Die Kontergegentore! Trainer Florian Kohfeldt sucht nach einem Erklärungsansatz und wagt dabei einen Vergleich.

Die Abgänge von Zlatko Junuzovic und Thomas Delaney sind für eine Mannschaft wie Werder Bremen in der Gesamtheit schwer zu verkraften. Florian Kohfeldt sah darin im kicker aber nicht die Schwäche für die Konteranfälligkeit der Hanseaten begründet: „Nein. Sicher waren beide top im Gegenpressing. Aber Davy Klaassen ist da genauso gut.“

Kein Gegenpressing a la Klopp

Der Trainer hob hervor: „Das Problem sehe ich eher dahinter, im Sichern von Passwegen und im Nachrücken. Da waren wir nicht mehr so aufmerksam.“ Kohfeldt erklärte: „Für uns ist Gegenpressing kein Offensivmittel. Anders als etwa für Dortmund unter Jürgen Klopp. Da nahm man den Ballverlust in Kauf, um gezielt ins Pressing zu kommen.“

Tempo fehlt

Werder will den Ballverlust hingegen vermeiden, der Kader ist vom Tempo her nicht darauf ausgelegt: „Das Gegenpressing ist dann ein Sicherungsaspekt. Es ist keine Kritik, sondern einfach Fakt, wenn ich sage: Reine Eins-gegen-eins-Laufduelle sind schwierig für uns.“ Im Vorderung stand bei der Suche nach Neuzugängen die „fußballerische Komponente“. Kohfeldt stellte klar: „Wer zusätzlich auch noch die physische Komponente in gleicher Qualität mitbringt, spielt leider nicht bei Werder Bremen.“ Diesem Fakt müsse man „Rechnung tragen“. Das Gegenpressing sei daher „alternativlos für uns“.

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