Bundesliga

Weinzierl hadert mit Schiedsrichter – Reschke zählt sich selbst an!

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Der VfB Stuttgart unterliegt 0:4 bei der TSG Hoffenheim, musste aber auch rund 80 Minuten in Unterzahl spielen. Die VfB-Verantwortlichen ließen ihrer Enttäuschung nach dem Spiel freien Lauf.

Vor der Partie hatte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich sich noch optimistisch gezeigt. Bei Sky sagte er: „Wir haben einiges zu tun, aber nichts zu verlieren. Wir wollen auch aufgrund unserer eigenen Jugend wieder ins erste Drittel der Liga kommen. Wir stehen für eine junge Mannschaft. […] Der Kader ist stark genug, dass wir sukzessive wieder dorthin kommen, wo wir hin wollen. Die Rahmenbedingungen dafür haben wir.“

Weinzierl: Hätte Rote Karte nicht gegeben

Nach dem 0:4 im Derby wollten die VfB-Verantwortlichen jedoch nicht mehr von den Top Sechs der Tabelle träumen. Neu-Coach Markus Weinzierl wälzte nach seiner zweiten 0:4-Niederlage in Folge die Verantwortung jedoch auch auf den Schiedsrichter ab. „Wir haben 82 Minuten in Unterzahl gespielt. Das ist natürlich brutal, da musst du dir als Schiedsrichter auch der Reichweite klar sein, dass du das Spiel entschieden hast. Ich hätte sie nicht gegeben, das hat uns brutal getroffen. Wir haben super begonnen und müssen durch Mario Gomez in Führung gehen. In solchen Situationen brauchst du auch das notwendige Glück.“ Weinzierl sagte enttäuscht: „Die Gegentore sind zu einfach und wir dürfen nicht nach dem ersten Gegentor das zweite und dritte direkt hinterher bekommen, das ist tödlich. Der Mannschaft fehlt ein Erfolgserlebnis, das Selbstverständnis und die Leichtigkeit.“

Reschke: Ziel lautet Klassenerhalt

Sportchef Michael Reschke resümierte: „Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die letztes Jahr Dritter in der Bundesliga war. Sie haben es sehr klug gemacht, Kompliment an Hoffenheim. Wir müssen jedes einzelne Tor und die Leistung in der zweiten Halbzeit analysieren. Da gibt es viele Punkte, die nicht gepasst haben. Aber auch Punkte, die positiv waren.“ Reschke schraubte aber das Saisonziel des VfB umgehend auf das Minimale herunter: „Für uns ist es wichtig, nach vorne zu blicken, nicht ratlos zu sein und an Lösungen zu denken. Für Markus und mich war es von Anfang an klar, dass das Auftaktprogramm brutal schwer ist. Ich bin total überzeugt davon, dass wir mit ihm den Weg zum Klassenerhalt finden werden. Er ist sehr fokussiert, hat eine klare Ansprache und einen sehr guten Umgang mit der Mannschaft. Da gibt es im Moment keinen Zweifel. Jetzt geht es nur darum, die Klasse zu halten.“ Reschke zeigte sich zudem selbstkritisch: „Dass ich mich als Hauptverantwortlicher im sportlichen Bereich nach so einer Bilanz hinterfragen muss, ist auch völlig klar.“ Wobei er rechtfertigend anmerkte: „Die Hälfte der Neuzugänge fällt lange verletzungsbedingt aus, das ist ein Fakt.“

About Daniel Michel

Daniel Michel, Jahrgang 1981, gründete im Dezember 2015 das Nachrichtenportal fussball.news. Zuvor war er als freier Journalist u.a. bei Sport1, Eurosport und der Perform Group tätig. Er ist zudem Co-Herausgeber einer Fußball-Buchreihe und Autor mehrerer Bücher und Kalender.

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