1. FC Köln

Wehrle: Köln muss mit Demut in die zweite Liga

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Der sechste Abstieg in der Geschichte des 1. FC Köln dürfte als größtes Ärgernis in Erinnerung bleiben. In der abgelaufenen Spielzeit stürzten die Domstädter in einer Europapokal-Saison sang- und klanglos ans Tabellenende, die Zeichen der Zeit wurden zu spät erkannt. Auch deshalb will Geschäftsführer Alexander Wehrle nicht automatisch vom Erfolg in der zweiten Liga ausgehen.

„Ein Abstieg ist nie positiv“, so der Finanz-Experte im Interview mit der Bild-Zeitung. „Wichtig ist, dass wir wettbewerbsfähig sind. Es wird dennoch kein Selbstläufer und wir sind gut beraten, mit einer gewissen Demut in die 2. Liga zu gehen.“ Köln geht als haushoher Favorit in die kommende Saison. Vor allem, weil Spitzenkräfte wie Nationalspieler Jonas Hector oder Nr. 1 Timo Horn gehalten werden konnten. „Im Sport ist nichts fest planbar“, sagte Wehrle. „Bei uns geht es darum, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass wir erfolgreich sind. Das sind wir auf einem guten Weg.“

Bleiben die Stars auch bei Misserfolg?

Finanziell scheint der Effzeh den Abstieg verkraften zu können, auch wenn naturgemäß Einnahmeneinbußen hinzunehmen sind. Selbst bei einem Scheitern der Mission direkter Wiederaufstieg wäre das wichtigste Spielerpersonal wohl nicht zu teuer. „Von den Konditionen her wäre es sicher möglich, die Spieler auch dann zu halten“, so der 43-Jährige. Es stelle sich freilich die Frage, ob sich die Top-Spieler ein weiteres Jahr in der zweiten Liga antun würden. „Wenn wir nicht hochgehen sollten, wären wir auch in der Saison 2019/2020 für einen zweiten Anlauf wettbewerbsfähig“, ist sich Wehrle sicher. Nach drei der bisher fünf Abstiege brauchte Köln zwei Jahre, um wieder ins Oberhaus aufzusteigen. 2002/03 und 2004/05 gelang die direkte Rückkehr.

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