2. Bundesliga

Wegen Strafen und Pyro-Shows: Deshalb droht der Streit zwischen HSV und DFB zu eskalieren

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Am Freitag ging es vor dem Sportgericht in Frankfurt in die nächste Verhandlungsrunde über die Rekordstrafen gegen den Hamburger SV und den FC St. Pauli. Beide Fanlager sorgten beim letzten Stadtderby im September 2019 mit dem Einsatz von Pyro-Technik für saftige Geldbußen für ihre Clubs.

Nach dem ersten Protest wurde die Strafe für den HSV von 250.000 Euro auf 200.000 reduziert, St. Pauli muss nur noch 120.000 zahlen. Doch aus Sicht der beiden Vereine waren diese Strafen noch immer zu hoch. Mit ihren Einsprüchen haben sie nun zumindest einen Teilerfolg erzielt. Andernfalls wären sie vor höhere Instanzen gezogen. Der Drittligist FC Carl-Zeiss Jena klagt wegen eines ähnlichen Vorfalls bereits vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt. Der HSV und St. Pauli könnten nachziehen. Doch nicht nur das sorgt beim DFB für Ärger.

HSV will Pyro selbst zünden

Wie die Bild-Zeitung berichtet, gibt es auch Stress wegen der Pyro-Pläne des HSV. Die Rothosen wollen noch in dieser Saison erstmals in der Geschichte des deutschen Fußballs selbst Pyro-Technik zünden. Um den Fall nicht eskalieren zu lassen, habe der DFB inzwischen zähneknirschend seine Erlaubnis erteilt. Glücklich darüber ist in der Zentrale in Frankfurt allerdings kaum jemand. Die meisten Vereinsvertreter setzen sich seit Jahren vehement gegen den Einsatz von Pyro-Technik ein und werden somit immer wieder auch zur Zielscheibe der Kritik von Ultras. Außerdem glaubt kaum jemand, dass durch die Durchführung eigener Pyro-Shows durch die Clubs der illegale Einsatz von Pyro auf den Tribünen verhindert werden kann.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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