Bundesliga

Wegen Müller und Martinez: Frings empfiehlt Kovac Blick zu Klopp

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Der FC Bayern hatte sich den traditionellen Besuch des Oktoberfests am Sonntag sicher anders vorgestellt. Auf die 7:2-Gala in der Champions League bei den Tottenham Hotspur am Dienstag ließ der Rekordmeister eine 1:2-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim folgen. Mit Thomas Müller und Javi Martinez drohen zudem Nebenkriegsschauplätze. Torsten Frings empfiehlt Niko Kovac einen Blick zu Jürgen Klopp.

Der kroatische Cheftrainer der Münchner hatte bereits vor der Niederlage mit Aussagen zu Ex-Nationalspieler Müller überrascht. „Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen“, hatte er bei Sky über den Offensivspieler in aktueller Reservistenrolle gesagt. Frings glaubt zwar nicht an eine böse Absicht bei Kovac, hält die Aussage aber wenigstens für unglücklich. „Für so einen Spieler ist es schon ganz schön bitter“, so der frühere Bayern-Profi im Sport1-‚Doppelpass‘.

„In Liverpool funktioniert es“

Müller verabschiedete sich nach der Partie wortlos aus dem Bauch der Allianz Arena, während bei Martinez auf der Ersatzbank Tränen kullerten, die am Sonntag ebenfalls hohe Wellen schlugen. Der spanische Welt- und Europameister ist mehr noch als Müller derzeit außen vor. „Bei Bayern ist es wichtig, alle zufrieden zu stellen“, so Frings. „Das funktioniert zum Beispiel in Liverpool auch. Klopp macht den ganzen Kader heiß und gibt jedem das Gefühl wichtig zu sein.“ Dass diese Fähigkeit Kovac grundsätzlich abgehe, wäre sicher zuviel gesagt. Immerhin gelang ihm in der Premierensaison eine famose Aufholjagd auf Borussia Dortmund und letztlich sogar der Gewinn des Doubles.

Drei von sieben Spielen nicht gewonnen

Aktuell knarzt es aber doch wieder gehörig im Gebälk. Der FC Bayern verbringt die Länderspielpause bestenfalls auf Rang zwei, hat von sieben Bundesligaspielen bereits drei nicht gewinnen können. Tatsächlich kann man wohl von Glück sagen, dass die Konkurrenz aus Dortmund, aber auch von RB Leipzig, zuletzt ebenfalls schwächelt. Mehr noch als bei diesen Teams muss sich Kovac bei den Münchnern freilich auch mit Aufgaben der Moderation innerhalb des Staatsensembles befassen. Zu weit will Frings mit der Kritik und seinen Ratschlägen aber auch nicht gehen. „Nachher ist man immer schlauer“, bemüht der langjährige DFB-Internationale eine simple wie zutreffende Wahrheit.

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