Bundesliga

Wie geht es weiter im Sommer? Diese 3 Szenarien gibt es in der Causa Jovic

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Auch ohne Treffer gegen den FC Augsburg (1:3) ist Eintracht Frankfurts Stürmer Luka Jovic eine der heißesten Aktien auf dem Sommer-Transfermarkt. Es gibt drei Szenarien, wie es für den Serben weitergehen könnte.

Die Hoffnungen auf einen Verbleib von Luka Jovic haben die Verantwortlichen bei Eintracht Frankfurt noch lange nicht aufgegeben. Zur gegebenen Zeit soll die Ausstiegsklausel, die bei unter sieben Millionen Euro liegt, aktiviert und das Geld an Benfica Lissabon überwiesen werden. Der 21-Jährige wird dann höchstwahrscheinlich zum Topverdiener aufsteigen, der Vertrag soll offenbar bis 2023 laufen. Jovic fühlt sich in der Mainmetropole wohl, vor allem die „Balkan-Freunde“ Mijat Gacinovic, Filip Kostic und Ante Rebic sind ein Grund dafür, zudem kann die Eintracht sich für die Champions League qualifizieren und sich so im gewohnten Umfeld weiterentwickeln. Teamkollege Sebastien Haller riet ihm gegenüber Sport Bild zum Verbleib: „Wie es woanders wäre, ist ungewiss. Ich denke, er hat noch Zeit, er könnte weiter Bundesliga spielen und nächste Saison Torschützenkönig werden.“

Szenario 2: Barcelona oder Real Madrid bieten mindestens 70 Millionen

Allerdings: Bei Berater Fali Ramadani trudeln seit Monaten Topangebote ein. Der FC Bayern München ist aus vielerlei Gründen nie eingestiegen in diesen Poker (fussball.news berichtete), inzwischen ist Jovic für den deutschen Rekordmeister auch finanziell nicht mehr darstellbar. Zwei Vereine werden deshalb um die Gunst des Stürmers rangeln: Der FC Barcelona und Real Madrid. Die Meldung, dass die Katalanen bereits ausgestiegen seien, stimmt so nicht. Sportdirektor Eric Abidal hat ihn über zehnmal beobachtet und Jovic wusste dabei häufig zu überzeugen. Im Gegensatz zu Ligakonkurrent Real, wo ein gewaltiger Umbruch bevorsteht, gilt er aber offenbar nach Sport Bild-Informationen nicht als Stürmerkandidat Nummer eins. Dennoch: Sollten die Hessen die Königsklasse verpassen und einer der beiden Klubs 70 Millionen Euro bieten, werden die Frankfurter wohl nur sehr schwer ablehnen können. Eine offizielle Schmerzgrenze gibt es allerdings nicht.

Szenario 3: Kauf und sofortige Leihe?

Ein oftmals konstruiertes drittes Szenario, dass Barcelona oder Madrid ihn holen und dann für ein Jahr zurück nach Frankfurt entleihen, ist allerdings unrealistisch. Wenn eine solche Summe bezahlt wird, gilt ein Spieler der Klasse Jovic als Sofortverstärkung. Bei Barca soll der Nationalstürmer Stück für Stück als Nachfolger von Luiz Suarez aufgebaut werden, in Madrid könnte er möglicherweise sofort für Karim Benzema übernehmen. Problematisch: Barcelona hat laut Sport Bild finanzielle Probleme und musste sich zuletzt von zwei US-Investmentfondsfirmen Geld leihen. Es ist einer der Gründe, weshalb sich ein Transfer bis tief in den Sommer ziehen könnte. Die Katalanen haben gegen Manchester United (1:0/3:0) das Champions-League-Halbfinale erreicht und könnten durch einen Erfolg in der Königsklasse das nötige Geld für einen Jovic-Deal einnehmen. Bei der Eintracht gilt: Sollte er den Schritt zu einem anderen Klub anstreben, werden sie ihm bei einem entsprechenden Angebot keine Steine in den Weg legen. Doch aufgegeben haben die Hessen das Rennen um Jovic noch nicht.

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