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Borussia Dortmund

Watzke trauert Klopp hinterher: „Vielleicht wäre besser gewesen, die gesamte Mannschaft auszutauschen“

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Borussia Dortmund ist dieser Tage bemüht, eine aufkeimende mediale Diskussion um die Stellung von Lucien Favre zu ersticken. Dabei könnten sich die Worte von Hans-Joachim Watzke als kontraproduktiv erweisen. Der Leiter der Geschäftsführung trauert in einem Buch der Zusammenarbeit mit Jürgen Klopp hinterher.

Als der damalige Cheftrainer im Frühjahr 2015 auf eine Trennung nach der laufenden Saison drängte, haben Watzke und Sportdirektor Michael Zorc ihn nicht umzustimmen versucht, schreibt Watzke in seinem Buch, das die Bild-Zeitung vorab in Auszügen veröffentlicht. „Aber das war vielleicht ein Fehler. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn wir die gesamte Mannschaft ausgetauscht hätten und nicht den Trainer.“ Der 60-Jährige spielt damit auf die Abschiedsworte von Klopp an. Er hatte seinen Entschluss damals damit begründet, dass es einfacher sei, wenn der Trainer geht, anstatt ein Großteil der Mannschaft ausgetauscht wird.

Klopp wollte schon 2014 gehen

„So einen Trainer, das war mir klar, würden wir nie mehr wieder bekommen, gute Spieler aber schon“, begründet Watzke, warum er mit dem heutigen Wissen womöglich anders reagieren würde. Seinerzeit sei der Abgang von Erfolgstrainer Klopp freilich ohne große Alternative gewesen. Denn schon ein Jahr zuvor, verrät er nun, habe der heutige Teammanager des FC Liverpool sich mit Abschiedsgedanken befasst. „Da haben wir das Ding noch mal mit aller Macht gedreht, bei mir in der Küche“, so Watzke. Dennoch war der Trennungsschmerz groß.

„Wie wenn die Kinder ausziehen“

Selbst heute, mit über vier Jahren Abstand, erfasse ihn bisweilen große Wehmut. „Das ist ein bisschen so, wie wenn die Kinder ausziehen. Da weiß man auch, dass es irgendwann passieren wird, aber es fehlt trotzdem so viel.“ Über die siebenjährige Amtszeit von Klopp habe Watzke zum Trainer ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, das im Haifischbecken Profifußball alles andere als selbstverständlich sei. Was die Betonung darauf über das Verhältnis zu den bisher vier Nachfolgern des zweifachen Meistertrainers von Borussia Dortmund aussagt, spricht wohl für sich.

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