Borussia Dortmund

Watzke hält Gehaltsobergrenze in Europa für nicht praktikabel

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Die Debatte um die Gold-Steak-Affäre von Franck Ribery hat erneut die Frage aufgeworfen, ob Fußball-Profis nicht zu hohe Gehälter beziehen. Seit Jahren gibt es Vorschläge, mit einer Gehaltsobergrenze der Entwicklung entgegen zu treten. Hans-Joachim Watzke ist skeptisch.

„Dass die Gehälter zu hoch sind, empfinden die meisten Menschen so“, so der Geschäftsführer von Borussia Dortmund im Interview mit der Bild-Zeitung. „Aber wir befinden uns natürlich auch in einem globalen Wettbewerb. Wenn wir nicht bereit sind, die Gehälter einem internationalen Standard anzupassen, dann werden wir abgehängt.“ Eine Begrenzung der Gehälter würde aus seiner Sicht deshalb ebenfalls ein negatives Echo zur Folge haben. Beispielsweise, wenn die Bundesligisten in der Champions League nicht mehr konkurrenzfähig wären.

Kein Vergleich mit dem US-Sport

Die Idee von Gehaltsobergrenzen ist dem US-Sport entnommen. Watzke sieht aber keine große Vergleichbarkeit, weil die Ligen nicht im internationalen Konkurrenzkampf stehen. „Wir müssen uns mit den Klubs vergleichen, die ohnehin viel mehr Geld haben. Dort würde das Geld zur Not eben über Umwege an Spieler fließen, durch Sponsorenverträge zum Beispiel.“ Die zentrale Frage laute daher, wie ein sogenannter Salary Cap zu kontrollieren sei. Für Watzke macht es deshalb mehr Sinn, auf die Spieler einzuwirken.

Spieler sollen „ihr Leben als Privileg empfinden“ 

Der Profi-Fußball müsse daran arbeiten, „dass die Spieler ihr Leben als Privileg empfinden und sie Respekt vor den Leuten haben, durch die sie das Geld verdienen“. Es gehe deshalb darum, bei den hochbezahlten Sportlern für professionelle Leistungen und eine ordentliche Einstellung zu sorgen. Die Fans und die Stimmung in den Stadien sind für Watzke schließlich das Faustpfand gerade des deutschen Fußballs.

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