Bundesliga

Warum Kutucu für Wagner noch keine Startelf-Option ist

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Die Fans des FC Schalke 04 können mit der Arbeit des neuen Trainers David Wagner bisher sehr zufrieden sein. Die Mannschaft spielt unter dem ehemaligen Profi der Königsblauen einen Fußball, den sie sich gewünscht haben. Ein Vorwurf wird aber durchaus immer wieder laut: Der Coach möge doch bitte endlich Ahmed Kutucu in die Startelf packen. Doch Wagner wiegelt ab.

„Ahmed ist sicher einer unserer stärksten Einwechselspieler“, zitiert die Funke Mediengruppe den Ex-Nationalspieler der USA. „Ich glaube, es wäre das Falscheste, ihm irgendetwas aufzubürden, was nicht sein muss.“ Der 19-jährige Angreifer kam bislang in acht Pflichtspielen von der Bank zum Einsatz. Das heißt zwar, dass er nur dreimal nicht eingewechselt wurde. Jedoch spielte er dabei nie länger als 39 Minuten. Und selbst die stammen vom 2. Spieltag gegen den FC Bayern. Seither hat das Top-Talent nur zweimal länger als eine Viertelstunde rangedurft.

„Noch das größte Potenzial“

Wagner erklärt die kurze Leine für den gebürtigen Gelsenkirchener mit dessen Schwächen im Defensivverhalten. Wobei der Chefcoach es positiv verpackt. Im Vergleich zu den Konkurrenten vorne drin habe Kutucu „noch das größte Potenzial“, was die Arbeit gegen den Ball anbelangt. Dass die auf Schalke höchste Priorität hat, zeigt zum Beispiel die Tatsache, dass Guido Burgstaller bislang trotz Torlosigkeit und Chancenwucher einen Stammplatz ziemlich sicher hatte. Am Sonntag beim FC Augsburg könnten jedoch die im Pokal bei Arminia Bielefeld überzeugenden Benito Raman und Mark Uth erneut den Vorzug vorm Österreicher erhalten.

Großes Lob für Raman und Uth

Der Belgier schoss zwei Tore, die der Deutsche ihm aufgelegt hatte. Zudem bewiesen sie Wagner auch im Verhalten ohne Ball etwas. „Das war so, wie Burgi das die ganze Zeit verteidigt hat“, lobt der 48-Jährige. Der Routinier habe den Kollegen gezeigt, „Verteidigen als Stürmer kann richtig Spaß machen“. Nun habe er gleich vier Stürmer im Aufgebot, die das Pressing nach seinem Wunsch verinnerlicht haben. Vierter im Bunde ist dabei Rabbi Matondo. Kutucu fehlt in der Aufzählung und muss sich vor allem deshalb weiter gedulden. In der Rückrunde der Vorsaison hatte das Eigengewächs immerhin dreimal in der Startelf des FC Schalke 04 gestanden.

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