Bundesliga

Warum Kohfeldt Kruse an der langen Leine lässt

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Der Höhenflug von Werder Bremen ist vor der Länderspielpause durch drei Niederlagen in Serie zu einem jähen Ende gekommen. Kritik wird derzeit vor allem an Max Kruse laut. Florian Kohfeldt nimmt ihn aber deshalb nicht an eine kürzere Leine.

Wie der Trainer der Hanseaten auf einer Podiumsdiskussion der Uni Bremen zugab, gelten für den Kapitän in manchen Beziehungen Sonderregeln. „Ich muss mich fragen, wo lasse ich die Linien etwas weicher werden, für jemanden, der besondere Leistungen bringt“, zitiert das Internetportal Buten und Binnen den Chefcoach. So erlaubt Kohfeldt dem Ex-Nationalspieler etwa, beim Frühstück auf Schokoladen-Brotaufstrich zurückzugreifen. „Zwanzig Mann essen die gesunden Sachen. Einer sitzt da und isst etwas, mit der die deutsche Nationalmannschaft mal geworben hat“, scherzt der 36-Jährige.

Kein „Dienst nach Vorschrift“

Kruse sei definitiv der Spieler, der bei ihm am meisten Stress verursache. Das meint Kohfeldt aber nicht negativ. „Denn ich wachse an Max, und ich hoffe, dass er auch an mir wächst.“ Der eigenwillige Angreifer sei kein Spieler, der in einem zu engen Konstrukt funktioniere. „Wenn du immer Dienst nach Vorschrift machst, dann wirst du dich aus meiner Sicht nie entwickeln.“ Der 30-Jährige hat die Freiheiten zuletzt nur selten mit Spitzenleistungen zurückgezahlt. Kruse wartet seit Ende September auf ein Bundesliga-Tor. Ob er seinen auslaufenden Vertrag in Bremen verlängert, gilt als offen.

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