England

Warum für Liverpool die Meisterschaft mehr wert ist als die Champions League

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Sechs Spiele, sechs Siege: Der FC Liverpool ist perfekt in die neue Saison gestartet und thront auf der Tabellenspitze. Der Saisonstart spiegelt wieder, welchen immensen Wert der Gewinn einer nationalen Meisterschaft für die „Reds“ hat. Der Premier-League-Titel ist sogar wichtiger als eventuell die Champions League zu gewinnen.

Mit dem deutlichen 3:0-Sieg über den FC Southampton feierte der FC Liverpool am vergangenen Samstag seinen sechsten Saisonsieg und damit den perfekten Saisonstart. Keinen einzigen Punkt ließen die „Reds“ bisher liegen und das bei drei Zu-Null-Siegen und 14 geschossenen Toren. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp wirkte von der ersten Premier-League-Minute an sehr fokussiert und siegessicher. Dazu tragen bekannte Namen wie Mo Salah, Roberto Firmino und Sadio Mane bei, aber auch Neuzugänge wie der Ex-Leipziger Naby Keita und Torhüter Alisson. Gemeinsam sollen sie die erste Meisterschaft seit fast 30 Jahren nach Liverpool holen. fussball.news nennt drei Gründe dafür, warum dieser Titel ein so besonderes Verlangen bei den „Reds“ auslöst.

Sehr lange Durststrecke

1990 gewann der FC Liverpool seine letzte nationale Mannschaft. Für einen Top-Klub eine absolut inakzeptable Bilanz. Damals war Liverpool der Liga-Primus, gewann zwischen 1980 und 1990 insgesamt sieben Meisterschaften und so war nicht zu erwarten, dass die „Reds“ nach dieser Phase keine einzige mehr gewinnen würden. Zwar errang der LFC in den Jahren darauf zahlreiche nationale Pokale, doch sie nehmen keinen vergleichbaren Wert an wie der Titel nach 38 Spieltagen in der Premier League.

Mehrmals knapp gescheitert

Seit der letzten Meisterschaft im Jahre 1990 wurde der FC Liverpool viermal Tabellenzweiter, scheiterte also mehrmals denkbar knapp an einem weiteren Titel. Zuletzt war dies in der Saison 2013/14 der Fall, in der unter Trainer Brendan Rodgers begeisternder Offensivfußball mit den beiden Stürmern Daniel Sturridge und Luis Suarez gespielt wurde und Liverpool lange die Tabellenführung inne hatte. Auf den letzten Metern ging dem Team jedoch die Luft aus und ausgerechnet Liverpool-Legende Steven Gerrard besiegelte durch einen individuellen Fehler eine entscheidende Niederlage. Zwei Punkte entschieden die Meisterschaft letztendlich, die sich Manchester City sichern konnte.

Machtkampf mit Manchester und London-Klubs

In den vielen Jahren, in denen Liverpool ohne Premier-League-Titel blieb, konnten sich andere Vereine hervortun und die Vormachtstellung im englischen Fußball unter sich aufteilen. Die London-Klubs Arsenal und Chelsea hatten starke Phasen, in denen sie sich einige Meisterschaften sichern konnten und auch die Klubs aus Manchester durften zahlreiche Erfolge feiern. Manchester United und Liverpool verbindet aufgrund der geographischen Nähe eine traditionsreiche Rivalität, sodass vor allem die Titelgewinne der „Red Devils“ geschmerzt haben. Die Dominanz unter Sir Alex Ferguson hat stark dazu beigetragen, dass ein fußballkultureller Kampf zwischen den beiden großen englischen Vereine vorherrscht. Das viele Geld, was zunächst bei ManUnited und den Londoner Klubs für die großen Erfolge sorgte, ist aber mittlerweile auch in Liverpool angekommen – und so ist es ein riesiges Verlangen der Fans, endlich auch durch einen Triumph in der Meisterschaft zu den nationalen Rivalen aufzuschließen.

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