Borussia Dortmund

Warum Bürki im BVB-Kasten kein Schreihals ist

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Borussia Dortmund steht vor einer Woche, die wichtige Weichen für den weiteren Verlauf der Saison stellen wird. Am Dienstagabend geht es in der Champions League daheim gegen Inter Mailand, am Samstagabend steht der Bundesliga-Schlager beim FC Bayern an. Mit Roman Bürki steht der Stammkeeper dabei wieder zur Verfügung.

Ersatzmann Marwin Hitz machte seine Sache zuletzt keineswegs schlecht, hielt in den Bundesligaspielen gegen Borussia Mönchengladbach (nach Einwechslung für Bürki), den FC Schalke 04 und VfL Wolfsburg gar seinen Kasten sauber, wenn auch mit einigem Glück durch Alu-Treffer. Doch eine Torhüterdiskussion kommt deswegen beim BVB nicht auf. Ginge es nur nach Paraden, es würde durchaus Argumente geben. Doch zum Torwartspiel bei einem Top-Klub gehört mehr. Am Ball ist Hitz häufig zu hektisch und deswegen nicht immer der große Ruhepol, zu dem sich Bürki über die Jahre immer mehr entwickelt hat. Der 28-Jährige erklärt nun, wie er zudem mit positiver Ausstrahlung den Vorderleuten helfen will.

„Es muss eine Bedeutung haben“

„Ich will nicht so rüberkommen, als würde ich die ganze Zeit nur rumschreien“, so der Schweizer gegenüber dem kicker. „Es muss eine Bedeutung haben, wenn man das macht. Und wenn man es zu häufig macht, nutzt es sich ab.“ Genug Gelegenheiten, die Vordermänner sprichwörtlich zur Sau zu machen, hat es für Bürki in der Vergangenheit wahrlich gegeben. Doch er will „immer positiv“ bleiben, weil er weiß, dem Team damit am besten zu helfen. Auch, weil er sich so auf die eigene Leistung konzentrieren kann. „Ich darf im Spiel nicht den Kopf verlieren. Sonst können meine Aktionen unsauber werden“, so der Ex-Nationalspieler.

„Mal wieder an der Zeit“ für einen Auswärtssieg bei Bayern

Natürlich fährt es manchmal noch aus Bürki heraus, ganz ohne negative Emotionen geht schließlich kein Torhüter durch eine Saison. Doch einen Berserker im Stile von Oliver Kahn wird man im Mann aus dem Kanton Bern nie sehen. An Erfolgshunger mangelt es ihm deshalb nicht. Gerade nicht einer so wegweisenden Woche. „Es ist mal wieder an der Zeit, die Bayern in München zu schlagen“, sagt Bürki forsch. „Es kommt darauf an, ob jeder bereit ist, zu kämpfen und zu leiden.“ Zuvor geht es aber gegen Inter darum, das Achtelfinale in der Königsklasse nicht aus den Augen zu verlieren. Angst müsse Borussia Dortmund gegen die Italiener nicht haben. „Mit einer guten Leistung hätten wir schon in Mailand einen Punkt mitnehmen können“, sagt Bürki. Beim 0:2 im altehrwürdigen San Siro hatte nur er beim BVB gute Tagesform gezeigt und sogar einen Strafstoß pariert.

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