2. Bundesliga

Walpurgis plant gegen Ingolstadt den Sprung ins Tabellenmittelfeld

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Dynamo Dresden hat vor zwei Wochen mit 1:8 gegen den 1.FC Köln verloren, steht aber dennoch als Tabellenelfter ordentlich da. Anders ergeht es da dem 1.FC Ingolstadt, der vor der Partie am Sonntag (13.30 Uhr) ganz hinten steht. Allerdings wird dies bei Dynamo nicht unbedingt als Vorteil gesehen. Die Vorschau von fussball.news.

Rein von der Tabellensituation her könnte die Partie eine klare Sache werden. Für Maik Walpurgis birgt dieses Denken allerdings Gefahren. „Ingolstadt war in den letzten Spielen dicht dran, zu gewinnen. Ich erwarte eine schwere Partie“, sagte der Dynamo-Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Tatsächlich kassierte Ingolstadt beim 1:1 gegen Bielefeld erst in der 78. Minute den Ausgleich, beim 2:2 gegen Kiel sogar erst in der 88. Diese Partien dürfte Walpurgis ganz genau verfolgt haben – nicht nur aus beruflichen Gründen. „Ich habe dort über die Zeit eine Menge Freunde gewonnen“, blickte er auf seine Zeit als Trainer des FC Ingolstadt zurück. Während des Spiels soll diese aber keine Rolle spielen: „Natürlich freut man sich, wenn man sich nach dem Spiel sicher noch einmal austauschen kann. Aber bis dahin liegt der Fokus einzig und allein auf den 90, 95 Minuten.“ Schließlich könne sich sein Team mit einem Sieg „ganz deutlich von unten distanzieren“, dafür brauche es aber „maximale Entschlossenheit von der Mannschaft und maximale Geschlossenheit von Mannschaft und Fans.“ Bei einem Sieg und entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz (so etwa einer Duisburger Niederlage) würde der Abstand auf Relegationsplatz sechzehn bereits elf Punkte betragen.

Niederlage in Köln ist nicht wieder gut zu machen

Doch ein Sieg ist bei weitem nicht selbstverständlich, das erklärte auch Kapitän Sören Gonther an gleicher Stelle: „Ich weiß, wie man als Tabellenletzter auftritt. Ingolstadt steht mit dem Rücken zur Wand. Wenn wir ihnen nur den kleinen Finger reichen, werden sie sich daran hochziehen. Die individuelle Qualität dazu haben sie.“ An Wiedergutmachung für das 1:8 in Köln vor zwei Wochen denkt der 31-Jährige dabei aber nicht: „Wir können das am Sonntag nicht wieder gut machen. Das ist ein Eintrag in die Geschichtsbücher, den keiner von uns haben wollte.“ Vielmehr gelte es nun gegen Ingolstadt an die positiven Dinge anzuknüpfen. Nicht mithelfen können dabei Innenverteidiger Florian Ballas (Trainingsrückstand), Mittelfeldspieler Patrick Möschl (Reha nach Oberschenkel-OP) und Torwart Patrick Wiegers, der am Donnerstag im Training umgeknickt ist.

Nouri fordert bessere Chancenverwertung

Dass die Partie gegen Köln weiterhin Spuren hinterlässt in Dresden, daran glaubt auch Ingolstadts Trainer Alexander Nouri: „So ein Spiel kriegt man nicht komplett aus den Köpfen. Sie werden aber eine Reaktion zeigen wollen. Wir rechnen mit einem harten Fight“, sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Den wird auch Ingolstadt liefern müssen, schließlich ist der Klub seit dem 3:2 gegen Aue Ende August ohne Sieg. Nouri will sich dennoch nicht komplett unter Druck setzen lassen: „Ich weiß, dass die Ergebnisse entscheidend sind. Ich verschwende aber keine Energie damit.“ Ein Grund für die aktuelle Krise ist auch die schwache Chancenverwertung, erst dreizehn Tore stehen zu Buche. Deswegen forderte Nouri für die heutige Partie: „Am Ende musst du diese Effektivität an den Tag legen, um zu gewinnen.“ Für dieses Unterfangen stehen dem Trainer bis auf die Langzeitverletzten Tobias Schröck, Christian Träsch und Joey Breitfeld alle Spieler zur Verfügung.

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