Bundesliga

Walace bringt Hannover-Chef Heldt ins Schwärmen

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Hannover 96 hat am vergangenen Spieltag den ersehnten Befreiungsschlag geschafft. Mit dem 3:1-Sieg über den VfB Stuttgart haben die Niedersachsen das Tabellenende verlassen. Gegen die Schwaben zeigte Neuzugang Walace eine solide Leistung. Bei ihm gerät Sportchef Horst Heldt regelrecht ins Schwärmen.

„Ganz ehrlich: Ich kann mich nicht erinnern, in all den Jahren einen so guten Spieler gehabt zu haben“, so der 48-Jährige gegenüber dem kicker. Angesichts seiner sechs Dienstjahre bei Schalke 04 scheint dieses Lob vermutlich aus der Euphorie heraus etwas übertrieben. Heldt liefert allerdings auch eine durchaus schlüssige Begründung. „Er hat eine super Technik, ein gutes taktisches Verständnis. Und den schiebst du nicht so leicht vom Stuhl.“ Walace sei eben ein „sehr kompletter Fußballer“. Das war dem 23-Jährigen beim Hamburger SV nicht immer anzusehen.

Keinerlei Vorkommnisse abseits des Platzes

Aber als brasilianischer Nationalspieler kann der Mittelfeldmann so schlecht ja nicht sein. Für die Selecao ist er nach zwei Länderspielen in den Jahren 2016 und 2017 erstmals wieder nominiert. Verdient sei das, findet Heldt, den allerdings auch Sorgen umtreiben. „Bei ihm schauen die großen Vereine nun sicher genau hin“, vermutet er. Dass Hannover einen so talentierten Spieler überhaupt verpflichten konnte, lag vor allem an dessen Eskapaden abseits des Platzes in seinen 18 Monaten beim HSV. Seit März war der kräftige 1,88-Meter Mann dort suspendiert. In Hannover verhält er sich laut Heldt vorbildlich. „Walace ist engagiert, pünktlich, lächelt immer“, berichtet der Rheinländer. Der Mittelfeldmann scheint jeden Cent der sechs Millionen Euro Ablöse wert zu sein.

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