Borussia Dortmund

Vorgänger von Haaland und Can: Die Top-5 der BVB-Wintertransfers

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Borussia Dortmund hat im Winter nach landläufiger Meinung exzellent nachjustiert: Mit Erling Haaland und Emre Can hat der BVB Schwachstellen im Kader herausragend besetzt und erntet schon die Früchte. Holt der Klub am Saisonende den Titel, könnte es als bester Januar-Transfermarkt der Klubgeschichte eingehen.

Dabei herrscht vielerorts eine nicht ganz korrekte Wahrnehmung, der zufolge sich die Schwarzgelben für gewöhnlich im Winter in Zurückhaltung üben. Tatsächlich waren die Verantwortlichen Verpflichtungen im Januar selten abgeneigt. Seit 2012 gab es nur eine Saison ohne Neuzugang während der Winterpause (2015/16). fussball.news nennt die Top-5 Wintertransfers des BVB. Dabei finden Haaland und Can noch keine Berücksichtigung, weil sie ihre Geschichte noch schreiben müssen. Die Betrachtung bezieht sich außerdem ausschließlich auf das aktuelle Jahrtausend.

5. Ebi Smolarek

Der finanziell angeschlagene BVB lieh den polnischen Stürmer im Jahr 2004 zunächst von Feyenoord Rotterdam aus, kaufte ihn ein halbes Jahr später für eine sechsstellige Summe. Der Nationalspieler etablierte sich gleich als Stammkraft und avancierte in seiner ersten vollständigen Saison im Ruhrgebiet zum Torjäger (13 Treffer). Unvergessen, wie er 2007 im Revierderby dem FC Schalke 04 in die Meister-Suppe spuckte. Wenig später verkaufte der immer noch nicht auf Rosen gebettete Klub Smolarek mit sattem Gewinn nach Spanien.

4. Nuri Sahin

Auch die Rückholaktion des türkischen Mittelfeldspielers im Januar 2013 erfolgte zunächst auf Leihbasis. Der Regisseur der Meistermannschaft von 2011 war bei Real Madrid gescheitert und fristete eine Nebenrolle beim FC Liverpool, ehe Jürgen Klopp und Co. um eine Rückkehr buhlten. Die machte der BVB im Sommer 2014 für sieben Millionen Euro perfekt. Sahin kam zwar nicht mehr an die ganz großen Glanzzeiten heran, war aber ein wichtiger Kaderspieler, vor allem während der längeren Ausfälle von Ilkay Gündogan. Darüberhinaus übte er als Identifikationsfigur der Fans und Führungsspieler bis zum Abschied Richtung Werder Bremen im Sommer 2018 Funktionen abseits des Spielgeschehens aus.

3. Tomas Rosicky

Den tschechischen Mittelfeldspieler ließ sich der BVB im Jahr 2001 umgerechnet satte 14,5 Millionen Euro kosten. Der Deal hielt sich mehr als zehn Jahre unter den drei teuersten Transfers der Klubgeschichte. Er lohnte sich aus sportlicher Sicht freilich, denn Rosicky war Zeit seiner Karriere in Dortmund Dreh- und Angelpunkt des Offensivspiels. Der von Fans ob seiner Statur liebevoll ‚Schnitzel‘ getaufte fußballerische Feingeist gilt vielen Beobachtern bis heute als einer der besten Kreativspieler der Klubhistorie. 2006 ließ der Klub ihn zum FC Arsenal ziehen, weil er die Ablöseeinnahmen dringend benötigte.

2. Sebastian Kehl

Den deutschen Sechser verpflichtete Dortmund 2002 vom SC Freiburg. Der Wechsel schlug seinerzeit hohe Wellen: Eigentlich stand der Jungstar seinerzeit schon beim FC Bayern im Wort. Er entschied sich jedoch für das Ruhrgebiet, was sich beidseitig als perfekte Verbindung herausstellen sollte. Kehl entwickelte sich über die Jahre zur absoluten Führungsfigur, die ohne mehrere längerfristige Verletzungen dem BVB noch mehr ihren Stempel aufgedrückt hätte, als es letztlich gelang. Als Kapitän reckte er den ein oder anderen Pokal in die Luft, Dortmund verließ er zu aktiven Zeiten nicht. Heute ist Kehl Leiter der Lizenzspielerabteilung und gilt vielen Beobachtern als kommender starker Mann.

1. Mats Hummels

Kehl hätte sich Platz 1 durchaus verdient, dort steht jedoch der 2008 zunächst vom FC Bayern ausgeliehene Innenverteidiger. Mehr noch als sein langjähriger Teamkollege hat Hummels in Diensten des BVB über Jahre konstant Leistungen auf internationalem Niveau abgerufen und als Abwehrchef der erfolgreichen Teams von Jürgen Klopp eine Ära entscheiden mitgeprägt. Einen dreijährigen Seitensprung zurück in München haben viele Anhänger Hummels längst verziehen, der auch in der aktuellen Spielzeit nach seiner ‚Heimkehr‘ zum BVB der insgesamt stabilste Defensivspieler ist.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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