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Bundesliga

Vor Bayern-Spiel: Herthas Hoffnungen ruhen auf Mittelstädt

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Der Saisonauftakt am kommenden Freitag beim FC Bayern München steht für Hertha BSC personell unter einem schlechten Stern: angeblich fünf Spieler haben sich verletzungsbedingt für die Partie gegen den deutschen Rekordmeister abmelden müssen. Daher rückt ein Eigengewächs besonders in den Fokus.

Mit Arne Maier, Javairo Dilrosun, Marvin Plattenhardt, Dedryck Boyata und Peter Pekarik fällt laut dem kicker ein ganzes Quintett der Berliner für den ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison aus. Besonders schwer wiegt hierbei der Ausfall von Linksverteidiger Plattenhardt, denn der 27-Jährige hatte sich in der Saisonvorbereitung mehr als ordentlich präsentiert und ist ein wichtiger Baustein in der Abwehr von Neu-Coach Ante Covic.

Torunarigha keine Option

Plattenhardt hatte bereits im DFB-Pokal gegen den VfB Eichstätt (5:1) gefehlt, wurde am zurückliegenden Sonntag von Jordan Torunarigha ersetzt. Das 22-jährige Eigengewächs, das eigentlich Innenverteidiger ist, hatte aber eine äußerst kopflose Leistung gezeigt und hätte sich beinahe einen Platzverweis eingehandelt. „Bei Jordan war es kein Zufall, dass er links gespielt hat. Das hat er auch in der Vergangenheit schon gemacht. Er ist ein junger Spieler. Die neigen manchmal dazu zu überdrehen. Aufgrund der gelben Karte, die er bekommen hat, wollte ich ihn schützen und habe ihn deshalb zur Halbzeit runtergenommen“, erklärte Trainer Covic gegenüber immerhertha.de. Dass Torunarigha auch gegen den FC Bayern zur Startelf gehört, ist nach seiner Vorstellung im Pokal nahezu ausgeschlossen.

Sonderlob von Covic

Somit wird wohl Maxi Mittelstädt den Plattenhardt-Ersatz geben. Der 22-Jährige hatte den deutschen Nationalspieler in der vergangenen Saison zeitweise als Stammspieler verdrängt, in der zurückliegenden Vorbereitung allerdings noch leichte Nachteile, da er an der U21-EM teilgenommen hatte. Im Spiel gegen den VfB Eichstätt hatte das Berliner Eigengewächs als Linksaußen agiert und eine auffällige Leistung gezeigt. „Ich finde, dass Maxi gerade den nächsten Schritt macht. Sein Vorteil ist, dass er offensiv wie defensiv spielen kann. Und er kann dort auch als alleiniger Schienenspieler spielen. Über seine Entwicklung können wir voll zufrieden sein. Wichtig in dem Alter ist, dass man nicht nachlässt. Dass man diese Gier beibehält“, lobte Trainer Covic seinen Schützling, der gegen Eichstätt einen Treffer direkt vorbereitet hatte.

Mittelstädt hat große Ziele

Von zu wenig Gier kann bei Mittelstädt wohl keine Rede sein. „Nächstes Jahr möchte ich mit der U23 zu Olympia fahren. Und auf längere Sicht will ich den Sprung in die A-Nationalmannschaft schaffen“, verriet der Juniorennationalspieler dem Berliner Kurier seine ambitionierten Ziele. Für den gebürtigen Berliner hat vor allem die positiv verlaufene Vorsaison die Erkenntnis gebracht, dass er noch lange nicht am Zenit seines Potenzials angelangt ist: „Die Saison war für mich ein großer Schritt. Ich habe 22 Spiele gemacht. Als Herausforderer sehe ich mich jetzt nicht mehr. Das ist jetzt mehr.“ Am kommenden Freitag hat Mittelstädt die Chance, diesen Worten Taten folgen zu lassen.

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