3. Liga

Von Hain bis Schromm: Diese Hachinger treffen heute auf ihre (einst) große Liebe 1860 München

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Kleines Derby in München: Die Spielvereinigung Unterhaching trifft in Liga Drei auf 1860 München. Die Fan-Gruppen gelten als verfeindet, anders verhält es sich bei Spielern und Funktionären.

Denn einige Hachinger waren einst für die Löwen tätig – und ihr Herz gehört(e) Münchens „großer Liebe“ 1860. Allen voran steht Unterhaching-Trainer Claus Schromm: Er zählte einst zu den erfolgreichsten Jugendtrainern in Deutschland, von 2003 bis 2009 coachte er in der Regel die U-19-Auswahl des TSV. Rückblickend sagte er aber über seine Zeit bei den Blauen gegenüber dem Portal FuPa.net: „Ich bin als Fan dorthin gegangen und als Nicht-Löwen-Fan von dannen gezogen.“ Schromm erklärte weiter: „Wenn man sechs Jahre lang hinter die Kulissen dieses Vereins schauen darf, wird es schwierig, 1860-Fan zu bleiben.“

Schwabl war Kapitän bei 1860

Chaos bei 1860 erlebte Manfred Schwabl, obwohl er mit dem TSV Erfolg hatte. Der heutige Hachinger Präsident spielte von 1994 bis 1997 im Mittelfeld des TSV, war zeitweise sogar Kapitän des Teams. 1997 qualifizierte sich der TSV für den UEFA-Cup, aber Schwabl musste den Verein dennoch verlassen. In der „Feten-Affäre“ galt er als Drahtzieher. Die Spieler hatten damals eine eigene Saison-Abschlussfeier organisiert – und damit die parallel angesetzte Party des legendären Klubchefs Karl-Heinz Wildmoser boykottiert. Nun aber ist Schwabl auf das Derby fokussiert. „Für mich sind es eher 3,3 – oder sogar dreieinhalb. Mindestens. Ein echtes Derby riecht nach Fußball zum Anfassen, die Leute lechzen danach. Das spüre ich immer mehr“, sagte er zuletzt zur Abendzeitung.

Hain kam bei 1860 nicht in Fahrt

Bei Haching gibt es auch zwei Top-Spieler, die einst bei 1860 unter Vertrag gestanden haben: Stephan Hain und Stefan Reisinger. Hain absolvierte für 1860 zwischen 2013 und 2016 nur 29 Pflichtspiele, dabei glückte ihm ein Tor für den damaligen Zweitligisten – eine zu geringe Ausbeute für einen Mittelstürmer. Doch seit Hain für die Spielvereingung aufläuft, trifft er deutlich öfter. In 82 Pflichtspielen brachte er es bislang auf 59 Tore. Allerdings gelangen Hain die Tore in Liga Vier und Drei. Über seine Zeit bei 1860 sagte Hain im Dezember 2017 der AZ: „Sechzig neigt dazu, sich immer wieder selbst in die Bredouille zu bringen. Ich habe das dort ein wenig unterschätzt, aber ich bin ein ruhiger, sensibler Typ, der sich viele Gedanken macht. Bei Sechzig prasselt so vieles auf dich ein, für diese Umgebung bin ich nicht geschaffen.“

Stahl spielte von 2004 bis 2016 für die Löwen

Auch Hachings Mittelfeldspieler Domink Stahl besitzt eine langjährige Vergangenheit bei 1860. Im Jahr 2004 wechselte er als Jugendspieler von Hoffenheim nach München, im November 2009 gab er sein Zweitliga-Debüt für die Blauen (0:1 bei Energie Cottbus). Erst 2016 entschloss er sich zum Wechsel nach Unterhaching. Stahl verspürt aber noch eine tiefe Verbundenheit zum TSV – und lässt sich alle Türen für eine mögliche Rückkehr an die Grünwalder Straße offen. „Der Fußball schreibt die verrücktesten Geschichten – man sollte also nichts ausschließen“, betonte Stahl bereits 2017.

 

 

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