Bayer 04 Leverkusen

Volland bedient: „Wir laufen der Musik hinterher“

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Bayer Leverkusen verliert in der Bundesliga-Tabelle langsam aber sicher den Anschluss. Die Werkself verlor am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:2 und liegt inzwischen nur noch auf Platz zehn. Kevin Volland stört sich daran, wie das Team erneut erst spät aufwachte.

„Wir laufen da der Musik wieder hinterher“, so der Angreifer beim TV-Sender Sky. „Wir müssen so viel Aufwand betreiben, während sich die gegnerische Mannschaft hinten rein stellt und verteidigt.“ Tatsächlich sammelten die Rheinländer in der zweiten Halbzeit ein deutliches Chancenplus zusammen. Dass sie dabei einem Rückstand hinterher liefen, lag einmal mehr an luftigem Verteidigen, das den Gegner regelrecht zum Toreschießen einlud. „Es geht darum, besser zu verteidigen, wacher zu verteidigen, fokussierter auf die einzelnen Momente zu sein“, fasste Sven Bender plakativ zusammen.

„Vielleicht verlassen wir uns zu sehr auf manche Personen“

Für Volland liegt die Krux insbesondere darin, mannschaftlich geschlossener aufzutreten. „Wir müssen zusamen verteidigen und zusammen Tore schießen, dann sind wir stark. Wir dürfen uns keine Ausfälle und das Halbgas erlauben.“ Sein Verdacht: Bei Bayer Leverkusen hängt zu viel von einzelnen Kräften ab. „Vielleicht verlassen wir uns zu sehr auf manche Personen, auf manche Mitspieler“, so Volland. Gemeint sein dürfte damit etwa Kai Havertz, der seit Wochen bisweilen deutlich unter seinen Möglichkeiten bleibt. Eine Rote Karte wegen einer Unbeherrschtheit, wie sie Leon Bailey nach Tritt gegen Patrick Herrmann kassierte, passt dabei wohl auch ins Bild einer Mannschaft, die sich aus Sicht ihres besten Torschützen immer wieder selbst am meisten schadet.

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