Bundesliga

Vier Spiele ohne Sieg – so kommt Hertha aus der Ergebnis-Krise

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Nach vier Spielen ohne Sieg und der deutliche 0:3-Niederlage gegen RB Leipzig ist Hertha BSC im kommenden Spiel gegen Schlusslicht Fortuna Düsseldorf fast zum gewinnen verdammt. Es gilt, an gewissen Stellschrauben zu drehen. 

„Es war eine verdiente Niederlage, sechs bis sieben Spieler von uns hatten keine gute Tagesform“, erläuterte Herthas Trainer Pal Dardai nach der 0:3-Heimklatsche gegen RB Leipzig. Seine Mannschaft hatte zwar durchaus Chancen auf den 1:1-Ausgleich, ließ diese aber liegen und musste sich letztendlich bei Keeper Rune Jarstein dafür bedanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Nun steht seine Mannschaft seit vier Liga-Spielen ohne Sieg dar, drei Unentschieden und eine Niederlage gab es zuletzt für die Berliner. Am kommenden Wochenende wird die „alte Dame“ von Fortuna Düsseldorf, dem Tabellenletzten der Bundesliga, empfangen. Nach solch einer langen Durststrecke und aufgrund der sportlichen Lage des Aufsteigers müssen wieder drei Punkte für die Blau-Weißen her. fussball.news nennt drei Lösungen für die Herthaner Ergebniskrise.

Rückkehrer von Verletzungen könnten Unterschied machen

Etwas, das Hertha zu Beginn der Saison ausgezeichnet hatte, war das attraktive und dominante Spiel durch die Zentrale. Das neue Trio aus Arne Maier, Ondrej Duda und Neuzugang Marko Grujic bildete ein „magisches Dreieck“, wie es von manchen Medien genannt wurde. Zusammen vollbrachten es die drei Mittelfeldspieler, dem Berliner Spiel deutlich mehr Gefahr und Kreativität zu verleihen. Am beeindruckendsten war hierbei die Leistung am vierten Spieltag beim 4:2-Sieg über Borussia Mönchengladbach. Herthas zentrales Trio wirbelte und strotzte vor Ballsicherheit, doch auch in dieser Partie fand das Wirken der drei ein frühes Ende. Liverpool-Leihgabe Grujic wurde von Gladbachs Patrick Herrmann böse gefoult und für mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt. Seitdem konnten die Berliner nur noch ein Spiel gewinnen. Grujic wird jedoch gegen Düsseldorf wieder im Kader stehen und somit ein großer Gewinn für die Mannschaft sein. Auch Abwehrjuwel Jordan Torunarigha kehrt ins Aufgebot der Berliner zurück, der Innenverteidiger fehlte ebenfalls wochenlang. Mit Grujic und Torunarigha sind zwei große Stabilisatoren der Mannschaft zurück.

Wieder kaltschnäuziger vor dem Tor werden

Leichter gesagt als getan, doch ist es nun einmal Fakt, dass die sonst so treffsicheren Berliner in den letzten Wochen zahlreiche gute Chancen haben liegen lassen. Die beiden Unentschieden gegen Mainz 05 (0:0) und besonders den SC Freiburg (1:1) hätte Hertha durch eine bessere Chancenverwertung in Siege umwandeln können. Auch gegen RB Leipzig (0:3) war die Chance auf einen 1:1-Ausgleich insgesamt vier Mal da, doch Salomon Kalou, Vedad Ibisevic und co. zeigten ungewohnte Schwächen im Abschluss. Auch wenn der Hauptstadtverein in der laufenden Spielzeit aufgrund einer mutigeren Taktik zu mehr Torchancen kommt als letztes Jahr, ist er immer noch von ihrer Chancennutzung abhängig. So ist es eventuell auch eine Option, gegen Düsseldorf erstmals in dieser Saison Ibisevic und Davie Selke zusammen auflaufen zu lassen – so würde die Abschlussqualität deutlich gesteigert werden.

Eine neue linke Seite auf den Rasen bringen

Bereits seit Wochen befindet sich Nationalspieler Marvin Plattenhardt in einem absoluten Formloch und dennoch findet er immer wieder seinen Weg in die Berliner Startaufstellung. Ein Vertrauensbeweis von Trainer Dardai, der seinen Linksverteidiger sehr schätzt und nicht fallen lassen will. Nach Plattenhardts sehr schwacher Vorstellung gegen Leipzig sollte der Kredit des Ungars jedoch endgültig aufgebraucht sein, nach nur 60 Minuten nahm er Plattenhardt vom Feld. Konkurrent Maxi Mittelstädt hätte sich weitere Startelfeinsätze vollkommen verdient, er brillierte in den Duellen mit dem FC Bayern München (2:1) und Borussia Dortmund (2:2) und konnte im DFB-Pokal gegen Darmstadt (2:0) sein erstes Profi-Tor erzielen. Gegen Leipzig musste der 21-Jährige noch als linker Mittelfeldspieler agieren, da Plattenhardt die Position hinter ihm blockiert hatte. Rückt Mittelstädt nun noch hinten, hätte Dardai auch neue Optionen für sein Offensivspiel. Javairo Dilrosun, Mathew Leckie und Palko Dardai sind allesamt interessante Alternativen, die ein schnelles Spiel nach vorne ermöglichen.

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