Bundesliga

Vander: „Kapino ist keine Nummer zwei“

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Werder Bremen musste sich in den vergangenen beiden Spielzeiten nie Gedanken über seinen Torhüter machen. Jiri Pavlenka stellte sich als überdurchschnittlich guter Bundesliga-Keeper heraus. Aktuell durchlebt er seine erste Krise, droht aber nicht, den Status als Nr.1 zu verlieren. Auch wenn mit Stefanos Kapino ein starker Ersatzmann bereit stünde.

Experten halten den Griechen für nicht minder talentiert als den Tschechen. Bei den Hanseaten galt bisher die Planung als wahrscheinlich, dass Pavlenka am Saisonende für gutes Geld gehen und für Kapino Platz machen würde. Doch die Formkrise stellt diese Idee nun in Frage. Klar scheint, dass der Ersatzmann nicht mehr lange warten will. „Kapino ist keine Nummer zwei, er will spielen“, sagt auch Christian Vander gegenüber dem Weser-Kurier. Der Torwarttrainer reiht sich bei denen ein, die den Griechen als künftigen Stammkeeper sehen.

Abgänge immer möglich

Dafür muss er freilich geduldig bleiben. „Wer nicht Woche für Woche spielt, bei dem führt das oft zu einer gewissen Unzufriedenheit“, weiß der Ex-Profi. „Die sorgt bei ihm dafür, dass er in manchem Moment den Fokus für das Wichtige verliert.“ Sollte Pavlenka entgegen der ursprünglichen Planungen auch in der kommenden Spielzeit für Werder Bremen auflaufen, dürfte es Kapino fort ziehen. „Es kann immer mal sein, dass wir uns von einem Torwart trennen und ihn abgeben, weil wir ihm die passende Perspektive nicht bieten können“, so Vander. Auch hinter den beiden Stammkräften gilt Bremen derweil als gut aufgestellt. Nicht zuletzt mit Nachwuchstalent Luca Plogmann.

Plogmann muss Schritte machen

Der 19-Jährige hütet das Tor von Werder II in der Regionalliga, ist zudem U19-Nationalspieler. Ihm trauen viele Experten eine Karriere im Oberhaus zu, denkbar wäre etwa, dass er Kapinos Stellvertreter würde, wenn Pavlenka doch geht. „Nach zwei Jahren Regionalliga landet niemand in der Bundesliga“, sagt Vander aber. „Da muss man als junger Torwart den Schritt woanders hin machen.“ Der Wunsch wäre eine Leihe in 3. oder gar 2. Bundesliga. Allerdings gibt es wohl wenige Klubs, die einen so unerfahrenen Torhüter während der Saison holen und dann auch mit ausreichender Spielpraxis ausstatten würden.

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