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Van Praag glaubt nicht an Super League im Jahr 2021

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Nachdem die Enthüllungen der Football-Leaks-Dokumente bezüglich der Planung einer Super League für großes Aufsehen gesorgt hatten, gibt neben prominenten Klubvertretern nun auch der Präsident des niederländischen Fußballverbandes Entwarnung.

Anfang November veröffentlichte der Spiegel die Football-Leaks Dokumente, die konkrete Planungen für die Einführung einer Super League ab der Saison 2021/22 beinhalten sollen. Geplant sei eine Liga mit sechzehn Mannschaften, darunter Bayern München, Real Madrid, FC Barcelona, Manchester United, Juventus Turin, FC Chelsea, FC Arsenal, Paris St. Germain, Manchester City, FC Liverpool und AC Mailand als Gründungsmitglieder. Dortmund, Atletico Madrid, Olympique Marseille, Inter Mailand und AS Rom sollen als Gastmannschaften vorgesehen sein. Der Wettbewerb soll unabhängig von der UEFA stattfinden und würde einen Ausstieg der beteiligten Mannschaften aus den nationalen Liegen nach sich ziehen.

Rummenigge distanziert sich

Entsprechende Planungen verwies Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge allerdings Anfang November ins Reich der Fabeln: „Der FC Bayern München steht zu seiner Mitgliedschaft in der Fußball-Bundesliga, und solange ich Vorstandvorsitzender des FC Bayern bin, auch zu den von UEFA und ECA gemeinsam organisierten Klub-Wettbewerben.“

Keine Verhandlungen

Wirbel verursachte vor allem die Absichtserklärung, die der Spiegel veröffentlichte und die an Real Madrid adressiert war. Für Michael van Praag ist die Aufregung allerdings verfrüht: „Es mag dieses Schriftstück geben, aber ich bin zu hundert Prozent sicher, dass es keine Super-League-Pläne für 2021 mehr gibt. Ich habe die Klubvertreter bei unserer Sitzung vergangenen Mittwoch gefragt und sie haben mir versichert, dass es keine Verhandlungen gibt“, erklärte der Präsident des niederländischen Fußballverbandes gegenüber dem kicker.

Real hat mit Super League gedroht

Ohnehin sei Real Madrid Urheber der kompletten Idee gewesen: „Es war eine Drohung, aber nicht von Bayern München, sondern von Real Madrid. Und zwar eine schwere. Man benutzte da Worte, die ich nicht wiederholen möchte“, erklärte van Praag, der ebenfalls Mitglied der Klubkommission ist und Anfang Juli 2016 von der UEFA zu Verhandlungen nach München geschickt wurde, um über die Super League zu verhandeln. Dort habe Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge „alles unternommen, um die Sache zu normalisieren, um Klubs und UEFA an den Tisch zu bekommen.“ Dieser war damals Vorsitzender der europäischen Klubvereinigung ECA und habe laut van Praag „niemanden verraten, sondern alles getan, um die Fußballfamilie zusammenzuhalten.“

About Stefan Katzenbach

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