2. Bundesliga

Van der Vaart über erste Relegation mit dem HSV: Wir haben uns in der Kabine versteckt

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Wenn der Hamburger SV am Freitagabend auf Greuther Fürth trifft, werden bei vielen Fans böse Erinnerungen an die Relegation 2014 wach.

Der Hamburger SV spielte eine furchtbar schlechte Saison mit gerade einmal 27 Punkten, rettete sich in die Relegation und stieg nur wegen eines Auswärtstores im Rückspiel nicht in die zweite Liga ab. Einer, der damals dabei war, ist Rafael van der Vaart. In der Bild-Zeitung erinnerte sich der ehemalige Kapitän an das entscheidende Spiel in Fürth. „Schon beim Wort ‚Fürth‘ läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Ich denke, ich war noch nie so nervös wie damals beim Relegations-Rückspiel 2014“, sagte van der Vaart.

Kapitän flüchtete in die Kabine

Der Vize-Weltmeister 2010 musste eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt werden. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1, Fürth hätte einziges Tor gereicht, um den HSV in die zweite Liga zu schießen. Für van der Vaart war das nervlich kaum auszuhalten. Zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Tolgay Arslan ging es sofort in die Kabine, das Spiel schauten sie sich nicht weiter an. „Wir wurden nach unserer Auswechslung in die Kabine geschickt. Mitspieler Tolgay Arslan und ich setzten uns Kopfhörer auf und drehten die Musik laut. Wir wollten nicht miterleben, wie das Stadion bei einem möglichen Tor jubelt. So angespannt waren wir. Gott sei Dank ist am Ende alles gut gegangen“, so der heute 37-Jährige.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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