1. FC Union Berlin

Union will sein „erstes Finale“ gegen Bielefeld gewinnen

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Rund zwei Drittel der Zweitligasaison 2018/19 sind vorüber und Union Berlin träumt immer stärker vom Aufstieg. Am Freitag (18.30 Uhr) steht der nächste Prüfstein in Richtung Bundesliga bevor und mit Arminia Bielefeld ein keinesfalls leichter. Die Ostwestfalen wollen nach der ersten Niederlage seit vier Spielen zurück in die Spur finden.

„Wo wir gerade stehen, das kommt nicht von irgendwo“, erklärte Union-Angreifer Akaki Gogia angesichts der exzellenten Tabellensituation der „Eisernen“. Nach dem Sieg gegen den MSV Duisburg (3:2) am vergangenen Spieltag, welcher erst der zweite Berliner Auswärtserfolg im laufenden Wettbewerb gewesen ist, belegt Union Platz zwei. Nur vier Punkte trennen den Hauptstadtverein von Tabellenführer HSV, sodass allmählich das Träumen beginnt. „Am Ende werden wir vielleicht auch belohnt für etwas, dass wir uns hart erarbeitet haben“, stellte Gogia in Aussicht, weshalb der 27-Jährige von seinem Team fordert: „Es ist wichtig, dass jedes Spiel jetzt ein Finale für uns sein soll, sein muss.“

Fischer fordert 90 Minuten Konzentration

Das erste Finale der laufenden Spielzeit findet am 23. Spieltag zu Hause gegen Arminia Bielefeld statt. Union kann hierfür viel Selbstvertrauen aus der bisherigen Heimbilanz ziehen – 27 Punkte sind es nach elf Partien, nicht eine Niederlage. „Das ist eine Mannschaft, die sich etwas zutraut“, warnte Trainer Urs Fischer, Gegner Bielefeld aufgrund dessen auf die leichte Schulter zu nehmen. „Du musst von Beginn an da sein und das über 90 Minuten. Bielefeld hat eine Qualität, es sofort auszunutzen, wenn du nachlässt.“ Vor eigenem Publikum konnte Union zuletzt mit starker Mentalität glänzen, die vergangenen drei Heimspiele wurden allesamt zu null gewonnen.

Viele Optionen für Fischer

Für den potenziell neunten Sieg im zwölften Heimspiel der Saison kann Trainer Fischer personell beinahe aus dem Vollen schöpfen. Einzig Torjäger Sebastian Polter fehlt weiterhin verletzt, ansonsten könnte die Rotationsmaschinerie angeworfen werden. Carlos Mane und Suleiman Abdullahi konnten die Trainingswoche nicht vollständig absolvieren, sodass die Einsatzchancen für Marcel, Hartel Akaki Gogia oder Joshua Mees gut stehen.

Neuhaus hat Magdeburg-Niederlage abgehakt

Während Union Berlin mit zwei Siegen infolge erneut an einer Serie schraubt, hat die der Arminia ein Ende gefunden. Nach drei Siegen infolge musste die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus gegen den 1. FC Magdeburg eine verdiente Niederlage (1:3) hinnehmen. Ein recht unerklärlicher Leistungseinbruch der Ostwestfalen, wenn auch die recht frühe (31. Minute) rote Karte gegen Kapitän Julian Börner ein Faktor gewesen ist. „Wir haben das Spiel analysiert und abgearbeitet. Dass wir verloren haben, lag nicht nur an der roten Karte, denn wir haben viel falsch gemacht. Das wollen wir am Freitag ändern”, erklärte Trainer Neuhaus. Mit 27 Punkten belegt Bielefeld Tabellenplatz elf, acht Zähler vor dem Relegationsrang.

Rückkehr nach Berlin kein Thema für Neuhaus

Der Fokus liegt somit deutlich auf der Partie in der „Alten Försterei“, die für Uwe Neuhaus lange eine besondere Bedeutung hatte. Von 2007 bis 2014 war der 59-Jährige Trainer von Union Berlin. Die Rückkehr an die alte Wirkungsstelle ist allerdings kein Thema für Neuhaus: „Das ist Business as usual. Der Fokus liegt auf den Dingen, die wir benötigen, um zu punkten.“ Benötigt wird eigentlich Kapitän und Abwehrchef Julian Börner, der nun aber gesperrt fehlen wird. Für ihn wird Stephan Salger in die Mannschaft hineinrutschen. Zudem werden Tom Schütz, Sven Schipplock und Cedric Brunner neben den Langzeitverletzen nicht mit nach Berlin reisen.

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