1. FC Union Berlin

Union – Fürth: Nur ungeschlagen sein, reicht Berlin nicht mehr

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Am Sonntag findet das Spitzenspiel des 13. Spieltages der 2. Bundesliga zwischen Union Berlin und der SpVgg Greuther Fürth statt. Beide Mannschaften wollen sich mit einem Sieg weiter in die Spitzengruppe der Tabelle festbeißen und den Konkurrenten hinter sich lassen. 

Nur die Tordifferenz, die für Union Berlin spricht, trennt die beiden Mannschaften, die am Sonntag (13.30 Uhr) aufeinandertreffen werden. Die „Eisernen“ und Greuther Fürth haben jeweils 20 Punkte auf dem Konto und sind somit drei Punkte vom Relegationsplatz, derzeit vom FC St. Pauli belegt, entfernt. Fürths Trainer Damir Buric bezeichnet die Begegnung als Standortbestimmung: „Wir freuen uns auf dieses Spiel. Union ist eine sehr gute Mannschaft. Es wird für uns ein spannendes Spiel, um zu sehen, wie weit wir sind“.

Union will endlich wieder gewinnen

Ja, auch nach 12 Spieltagen ist der Hauptstadtverein noch ungeschlagen. Mit 1:1 gegen Jahn Regensburg konnte die Serie der Berliner aufrechterhalten werden, doch war es das mittlerweile achte Unentschieden in der laufenden Spielzeit. Zu wenig für die Berliner, die in ihren letzten vier Partien die Punkte teilten. „Hinten läuft’s. Nach vorne geht nicht viel. Vielleicht müssen wir in den nächsten Wochen mehr ins Risiko und dadurch gezielter auf den Dreier gehen, auch wenn wir dadurch vielleicht hinten mehr Chancen zulassen“, forderte Union-Verteidiger Florian Hübner in der B.Z. Trainer Urs Fischer sieht die Lage etwas entspannter: „Wir haben in dieser Serie von Unentschieden immer die Möglichkeit gehabt, das Spiel zu gewinnen. Chancen hatten wir genug – das ist für mich als Trainer entscheidend.“

Erstmals die Doppelspitze?

Um noch mehr Chancen zu kreieren, könnte der Schweizer erstmals in der aktuellen Saison sowohl auf Sebastian Andersson als auch auf Sebastian Polter setzen. Die beiden Mittelstürmer stehen in großer Konkurrenz, seitdem Polter nach längerer Verletzung immer mehr Frische erlangt. Es würde zum Ergebnisdruck der „Eisernen“ passen, würde Union gegen Fürth mit Doppelspitze antreten. Trainer Fischer kann personell aus den Vollen schöpfen, einzig Mittelfeldspieler Grischa Prömel fehlt aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre.

Buric verlangt mehr taktische Disziplin

Auch bei den „Kleeblättern“ stimmten die letzten Ergebnisse nicht: nur einen Punkt aus zwei Ligaspielen konnten die Fürther ergattern. Vor allem in der Defensiv hakt es – sechs Gegentreffer in den letzten drei Partien mussten die Franken hinnehmen. „Wir haben zu viele einfache Tore bekommen“, beklagte Fürth-Coach Damir Buric im kicker. „Die können wir vermeiden: Wir müssen so reagieren, dass Spieler die Fehler von Kollegen noch korrigieren können. So fordert der 54-Jährige mehr taktische Disziplin: „Wenn wir uns an den Plan halten, dann sind wir stark!“

Fürth braucht eine gute Gesamtorganisation

Diese Marschroute gibt Buric seinen Spielern bereits für Sonntag vor:  „Wir brauchen eine sehr gute defensive Organisation, um bestehen zu können. Ohne Offensive, mit einem ruhigen Aufbau und Aktionen in die Tiefe wird es aber schwer. Beides wird gefragt sein“, definierte er seinen Plan für Union. Welches Personal er für seine Überlegungen einsetzen will, hat Buric noch nicht entschieden. „Wir haben eine gute Mannschaft. Es macht Freude, sich den Kopf zu zerbrechen, wer spielen wird“, zeigte sich der Übungsleiter vom Konkurrenzkampf in seinem Team erfreut. Da David Atanga und Maximilian Sauer, beide zuletzt angeschlagen, wieder einsatzbereit sind, hat Buric alle Optionen.

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