Bundesliga

Trotz technischer Mängel: Deshalb ist Ilsanker eine Verstärkung für Eintracht

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Der Wechsel von Stefan Ilsanker von RB Leipzig zu Eintracht Frankfurt wurde vom Umfeld der Hessen sehr skeptisch begleitet. Doch der Defensivallrounder hat sich rasant eingefügt und ist für Trainer Adi Hütter schon nach kürzester Zeit zur Stütze geworden. Doch was zeichnet den Österreicher aus?

Mit welchem Selbstvertrauen Stefan Ilsanker ausgestattet ist, wurde schon bei seiner ersten Einwechslung gegen Fortuna Düsseldorf (1:1) deutlich. Der Last-Minute-Winterneuzugang von Eintracht Frankfurt gab sofort Kommandos, kommunizierte mit seinen Kollegen und warf sich in jeden Zweikampf. Er bestätigte diesen Eindruck in einem Interview mit der vereinseigenen Homepage: „Alle haben es mir extrem leicht gemacht, vom ersten Tag an habe ich mich sehr wohlgefühlt.“

Kämpfernatur mit starker Zweikampfquote

Im Gegensatz zu den meisten Spielern von RB Leipzig zählen technische Elemente allerdings nicht zur Stärke von Ilsanker. Der Österreicher ist eine Kämpfernatur, ein Leader. Er ließ sich DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen (2:0) auch von einem Cut am Auge nicht aus der Ruhe bringen und agierte mit Turban auf dem Kopf weiterhin kompromisslos. Die Zweikampfquote von 69,8 Prozent ist eine herausragende, zudem kommt noch die für Hütter so wichtige Flexibilität.

Ilsanker ist flexibel einsetzbar

Ilsanker kann im defensiven Mittelfeld, aber auch in der Innenverteidigung agieren. Er stellte mit Blick auf den 5:0-Sieg am 21. Spieltag gegen den FC Augsburg fest: „Ich habe meine Aufgabe auf zwei Positionen sehr gut gemacht.“ In der Abwehr stechen aber die Schwächen im Passspiel nicht so ins Auge, 79,9 Prozent angekommener Bälle sind eine für die zentrale Mittelfeldposition zu dürftige Quote.

Eintracht hat einen flexiblen Spieler geholt

Insgesamt aber hat es sich für die Hessen gelohnt, eine halbe Million Euro nach Leipzig zu überweisen. Hütter kannte seinen Landsmann, mit dem er sogar noch zusammengespielt hat, und kann mit ihm Lücken schließen und Mentalität reinbringen. Ilsanker selbst stellt dafür auch die persönlichen Bedürfnisse bezüglich seiner Wunschposition in den Hintergrund: „Ich möchte, dass wir gemeinsam erfolgreich sind.“ Der 30-Jährige überspitzt: „Wenn derr Trainer mich ins Tor stellt, spiele ich im Tor.“ Doch so weit wird es nicht kommen: Ilsanker hat rasch integriert und seine Wichtigkeit unter Beweis gestellt.

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