Bundesliga

Trapp: Können beweisen, dass wir oben reingehören“

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Das erste Mal in seiner Geschichte hat Eintracht Frankfurt beim FC Augsburg gewonnen. Das 3:1 war der neunte Sieg im zehnten Spiel und bedeutet zumindest bis morgen Tabellenplatz zwei. Für Torhüter Kevin Trapp stehen die wichtigen Spiele allerdings jetzt erst an.

Als die Sieglos-Serie gegen den sogenannten Angstgegner beendet war, da wollte Kevin Trapp nicht übermäßig in Euphorie verfallen: „Wir wollten die Statistik ändern und in der Tabelle klettern“, skizzierte er gegenüber dem hr-Sport die Pläne vor dem Spiel. Diese wurden zwar umgesetzt, allerdings sah der Torhüter auch noch Verbesserungsbedarf: „Wenn wir 3:0 führen, dann müssen wir konsequenter spielen und nicht nachlassen.“ Nach dem 3:0 durch Ante Rebic (68.) kam Augsburg durch Caiuby (73.) und Max (77.), dessen Schuss Trapp überragend parierte, noch zu Gelegenheiten das Spiel zu drehen. Da diese ungenutzt blieben, mussten sich die Hausherren letztlich mit dem Ehrentreffer durch Cordova (90.) begnügen.

Eintracht hat wichtige Wochen vor sich

Ganz wollte sich Trapp das Träumen allerdings nicht ganz verbieten: „Wir müssen weiterarbeiten, ich habe immer gesagt, dass wir Qualität haben. Jetzt haben wir Wochen vor uns, in denen wir beweisen können, dass wir oben reingehören“, erklärte der 28-Jährige. Die Hessen spielen am Donnerstag in der Europa-League gegen Olympique Marseille und in der Liga nächsten Sonntag gegen Wolfsburg. Dann geht es  zu Hertha BSC, danach steht zuhause die Partie gegen Bayer Leverkusen an. Am letzten Spieltag der Rückrunde gastiert dann Rekordmeister Bayern München in Frankfurt. Angesichts des aktuellen Höhenflugs und der Stabilität der Mannschaft erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass die Partie das Spitzenspiel des Hinrunden-Ausklangs wird.

„Wir können das Ganze ganz gut einordnen“

Genau wie sein Torhüter Kevin Trapp freute sich Trainer Adi Hütter über die Frankfurter Erfolge, mahnte allerdings auch vor zu viel Euphorie: „Natürlich ist es eine tolle Situation, wir haben uns aus der Bedrängnis zu Saisonbeginn herausgearbeitet. Es macht Spaß, wenn ich sehe, wie hungrig die Jungs sind. Ich glaube wir können in Frankfurt das Ganze ganz gut einordnen und ich kann es besonders“, sagte der Österreicher gegenüber Eurosport. An der Chancenverwertung störte er sich allerdings etwas: „Wir hatten noch einige Chancen, um höher zu gewinnen, hätten aber auch mehr Gegentore bekommen müssen.“ Augsburgs Trainer Manuel Baum kritisierte an gleicher Stelle die Abwehrleistung seiner Mannschaft vor der Frankfurter Führung: „Das Spiel ist extrem bitter gelaufen. Wir wussten um die Stärke der Eintracht mit ihren drei starken Stürmern. Deshalb ist es nicht ganz verständlich, was uns beim 0:1 geritten hat.“ Schlussendlich habe sein Team „zu viele Chancen vergeben“ und sich „hinten nicht clever verhalten“, deswegen sei die Niederlage „verdient.

About Stefan Katzenbach

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