Bundesliga

Trapp fordert: „Lieber Geisterspiele als Saisonabbruch!“

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Eintracht Frankfurt erlebte das Szenario „Geisterspiel“ bereits in der Europa League, wo es im heimischen Stadion für die Elf von Trainer Adi Hütter eine 0:3-Pleite gegen den FC Basel setzte. Dennoch präferiert Keeper Kevin Trapp weitere Spiele ohne Zuschauer gegenüber einem Abbruch der Saison.

Torhüter Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt vertritt in der Debatte um mögliche Fortsetzungsszenarien des Fußballs eine klare Meinung, auch im Hinblick auf die Bundesliga: „Ich hätte lieber Spiele ohne Zuschauer als einen Saisonabbruch, wenn sie aus gesundheitspolitischen Aspekten vertretbar wären“, so der 29-Jährige im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Einen Spannungsabfall befürchte der Nationaltorhüter vor leeren Rängen nicht: „Dazu sind wir zu sehr Profis.“

Trapp sieht schlimmere Schicksale als den Fußball

Weitere „Geisterspiele“ in Bundesliga und Europa League? Für die Hessen habe ein solches Szenario aber auch Nachteile: „Gerade in Frankfurt, wo uns die Zuschauer oft zum Sieg pushen.“ Dennoch blickte der gebürtige Saarländer, der aus der Jugend des 1. FC Kaiserslautern stammt, auch über den Tellerrand hinaus und sieht den Fußball nicht als Mittelpunkt der Krise: „Wir sind privilegiert und nicht so hart betroffen wie zum Beispiel die Kleingastronomie, da gibt es Schicksale, die einen bewegen. Deshalb haben wir eine Vorbildfunktion“, forderte Trapp gleichzeitig.

About Benjamin Heinrich

Benjamin Heinrich, Jahrgang 1990, ist Mitglied im Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) und zählt seit der Saison 2019/20 zum Autorenteam von fussball.news.

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