Bundesliga

Trapp: „Eintracht hat den Anspruch, oben zu bleiben!“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Kevin Trapp hat die Entwicklung von Eintracht Frankfurt auch in seiner Zeit bei Paris Saint-Germain intensiv verfolgt. Der Schlussmann sieht den Klub auf dem richtigen Weg und sieht große Unterschiede zu seiner ersten Zeit bei den Hessen.

Kevin Trapp kam im Sommer 2012 nach dem Aufstieg vom 1. FC Kaiserslautern zu Eintracht Frankfurt und überzeugte nach einem unglücklichen Start mit einer Roten Karte in der ersten DFB-Pokal-Runde beim FC Erzgebirge Aue (0:3) durchweg mit überragenden Leistungen. Am Ende der Saison stand der sensationalle Einzug in die Europa League. „Es war eine unglaubliche Saison, aber man hatte nicht das Gefühl, dass man dauerhaft da oben hätte bleiben können“, gab der aktuell wegen einer Schulterverletzung ausfallende Trapp rückblickend im Gespräch auf der Waldtribüne am Rande des vergangenen Spieltags zu.

Trapp hat den Weg der Eintracht immer mitverfolgt

Der Schlussmann blieb noch zwei weitere Spielzeiten und wechselte 2015 für rund neun Millionen Euro zu Paris Saint-Germain. Trapp hat die Frankfurter auch in der französischen Hauptstadt nie aus dem Blick verloren: „Die Eintracht war immer oben dabei, hat es am Ende aber nicht ganz geschafft, dort zu bleiben. Der Klub war aber erst im DFB-Pokal-Finale und im Jahr darauf hat man den Pokal mit einem sensationellen Sieg geholt.“ Er selbst habe den historischen Erfolg während eines Spiels mit Paris verfolgt: „Ich hatte mich sehr gefreut, denn die Arbeit der Eintracht hat sich ausgezahlt.“

Kontakt zur Eintracht blieb bestehen

Der Kontakt zu den Hessen ist nie abgerissen, vor allem Torwarttrainer „Moppes“ Petz stand häufig im Austausch mit Trapp. Als sich im Sommer 2018 der neue Keeper Frederik Rönnow in der Vorbereitung verletzt hatte und nicht ganz sicher war, wie fit der Däne war, wurde die spektakuläre Rückholaktion vorangetrieben. Trapp kam zunächst eine Saison auf Leihbasis und schloss sich vor Beginn der aktuell laufenden Spielzeit mit einem Fünf-Jahres-Vertrag fest an die Hessen.

Kein Glück, sondern Qualität!

Dieser Transfer war auch ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz. Die Eintracht ist inzwischen in der Lage, ehemalige Spieler im besten Alter zurückzuholen und Perspektive zu bieten. Die vergangene Europa-League-Saison hat die Attraktivität des Vereins weiter gesteigert, schließlich setzten sich die Frankfurter gegen Champions-League-Gegner wie Inter Mailand, Benfica Lissabon oder Schachtor Donezk durch. Auch der FC Chelsea hatte im Halbfinale allergrößte Probleme mit der Eintracht und gewann erst im Elfmeterschießen. Trapp stellte fest: „Wir haben die Gegner nicht nur mit Glück, sondern mit Qualität geschlagen.“

Eintracht-Anspruch gefällt Trapp

Was dem WM-Teilnehmer besonders gefällt: „Die Eintracht hat inzwischen den Anspruch, oben zu bleiben.“ Nicht nur sportlich befinde sich der Klub auf einem „sehr guten Weg“, sondern auch mit Blick auf die „internen Strukturen“. Sportvorstand Fredi Bobic hat damit ein großes Ziel erreicht, schließlich betonte er bei seiner Installation im Jahr 2016, dass man „jeden Stein umdrehen“ und das „Team hinter dem Team“ verstärken müsse. Eine Sache habe sich aber laut Trapp nicht verändert: „Es ist noch immer derselbe emotionale Traditionsverein wie damals.“

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