Eintracht Frankfurt

Torschütze Hinteregger in Topform: „Es ist immer geil, ein Tor zu erzielen!“

on

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Martin Hinteregger hat die Europa-League-Partie von Eintracht Frankfurt gegen Standard Lüttich (2:1) mit seinem Kopfballtor zum zwischenzeitlichen 2:0 vorentschieden. Der Österreicher glänzte aber nicht nur in der Offensive, auch hinten ließ er nichts anbrennen. Er fühlt sich für die kommenden Wochen gerüstet.

In der 73. Minute sollte die Commerzbank Arena im hart umkämpften Duell zwischen Eintracht Frankfurt und Standard Lüttich explodieren. Daichi Kamada sich dem Eckball an und fand mit seiner präzisen Flanke Martin Hinteregger, der aus kurzer Distanz wuchtig in die Maschen köpfte. Das gesamte Stadion erhob sich für den Österreicher und skandierte lauthals „Hinti, Hinti, Hinti“! „Es ist immer geil, ein Tor zu erzielen“, sagte der 27-Jährige anschließend gegenüber fussball.news. Vor eigenem Publikum sei dies „noch schöner“, so der Innenverteidiger, der auf seine starke Bilanz im Jahr 2019 verwies: „Ich durfte schon drei Tore schießen, seitdem ich bei der Eintracht bin. Das ist ein cooles Gefühl und motiviert mich bei jedem Eckball wieder, nach vorne zu gehen und ein Tor zu erzielen.“

Hinteregger überzeugt gegen Lüttich vorne und hinten

Es war die Krönung einer ganz starken Leistung des Nationalspielers, der 62 Prozent seiner Zweikämpfe gewann, den Spielaufbau mit einer starken Passquote von 82 Prozent immer wieder mitankurbelte und zudem in einigen brenzligen Situationen souverän klärte. Wirkte Hinteregger in den Wochen vor der letzten Länderspielpause – wo er ebenfalls traf – noch etwas fahrig und fehlerhaft, sieht er sich nun auf dem richtigen Weg.

Steigerung nach suboptimaler Vorbereitung

Der Abwehrmann erklärte, wie es zu dieser Steigerung kam: „Ich habe keine optimale Vorbereitung gehabt. Es ist deshalb wichtig, dass ich von Spiel zu Spiel fitter werde.“ Der Sommer war nicht einfach für Hinteregger, der die Freigabe für die Eintracht vom FC Augsburg erst spät erhielt. Der Linksfuß konnte diese Defizite inzwischen aber aufholen und gab zu: „Umso fitter man körperlich ist, umso wacher ist man dann auch im Kopf – und das merke ich jetzt einfach.“

Hinteregger traut sich Marathon in den kommenden Wochen zu

Hinteregger musste sofort in den „Wettkampfmodus“ umschalten. Dies sei einerseits „schön“ gewesen, andererseits aber „nicht optimal“. Deshalb sei es für ihn nun wichtig, Spielpraxis zu sammeln: „So werde ich immer stärker, fitter und klarer im Kopf. Das tut mir richtig gut.“ Er fühlt sich auch dazu bereit, alles Spiele beim Marathon, der noch fünf Partien in 15 Tagen vorsieht, zu absolvieren: „Ich bin gut drauf, fit und halte – wenn es sein muss – auch noch die anderen fünf Spiele durch.“ Sollte Trainer Adi Hütter die Rotationsmaschinerie anwerfen, wird sich Hinteregger klaglos einreihen: „Wir haben einen großen Kader und ich bin nicht böse, wenn ich auch einmal eine Pause kriege.“

About Christopher Michel

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.