Bundesliga

Todt über Werders Europa-Ambitionen: „Es muss schon alles passen“

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Werder Bremen ist in der abgelaufenen Spielzeit nur knapp am ambitionierten Ziel vorbeigeschrammt. Letztlich fehlte den Hanseaten ein Punkt auf Eintracht Frankfurt, dass die Qualifikation zur Europa League erreichte. Jens Todt stellt in Frage, wie schnell Werder die Chance erneut bekommt.

„Für Vereine wie Werder, die eher im mittleren Segment angesiedelt sind, was die Finanzen betrifft, ist die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb kaum planbar“, so der ehemalige Bremer gegenüber dem Internetportal Deichstube. „Es muss schon alles passen, damit ein Club wie Werder oben reinrutscht.“ Mit einer Rückkehr nach Europa käme Werder an die „prall gefüllten Fleischtöpfe“, wie Todt formuliert. Immerhin sieht er den Klub personell bestens aufgestellt.

„Keine Grabenkämpfe“

Im Zusammenspiel von Marco Bode, Frank Baumann und Florian Kohfeldt sieht er eine ideale Konstellation. „Der Kreis der verantwortlichen Personen ist glücklicherweise sehr klein“, so Todt. „Es gibt zudem keine Grabenkämpfe und keine Einmischung von anderen Gremien.“ Die Erfolgswahrscheinlichkeit sei deshalb recht hoch. Der Ex-Profi ist selbst aus Tagen als Sportchef beim Hamburger SV leidgeprüft, was ineffektive Zusammenarbeit auf der Ebene der Verantwortlichen anbelangt.

Sonderlob für Bartels

Die größte Herausforderung für Werder dürfte in der kommenden Spielzeit derweil sein, Max Kruse zu ersetzen. Für den Abgang des Kapitäns äußert Todt Verständnis. „Ein Spieler in seinem Alter, der ablösefrei ist, möchte noch mal in eine andere Gehaltsklasse aufrücken.“ Bei der Nachfolge will der 49-Jährige den lange verletzten Fin Bartels nicht vergessen wissen. „Ich traue ihm zu, dass er erneut sehr wertvoll für die Mannschaft werden kann.“ Nominell dürften die größten Erwartungen derweil auf Neuzugang Niclas Füllkrug liegen. Die Rückkehr des Stürmers von Hannover 96 empfindet Todt dabei als „guten und typischen Werder-Einkauf“.

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