Bundesliga

Tedescos Worte drücken den neuen Stellenwert der Eintracht aus

on

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt wusste gegen den FC Schalke erneut mit Offensivwucht und defensiver Stabilität zu überzeugen und siegte mit 3:0 vor eigenem Publikum. Von Beginn an waren die Rollen in einer intensiven Partie klar verteilt. Die Worte von Schalke-Trainer Domenico Tedesco demonstrieren den neuen Stellenwert der Hessen.

Wenn das „Trio Infernale“ von Eintracht Frankfurt – Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic – ins Rollen kommt, hat es der Gegner enorm schwer bei der Verteidigungsarbeit. Die drei Superstars der Frankfurter Eintracht sind dann nicht mehr zu stoppen: Dynamik, Technik, Tempo, Wucht – und eine unglaubliche Kaltschnäuzigkeit zeichnen das „Magische Dreieck“ aus. Das beste Beispiel war der Führungstreffer im Duell gegen den FC Schalke 04 nach 61 Minuten: Salif Sane konnte einen Kopfball auf Höhe der Mittellinie nicht perfekt klären, Rebic klaute den Ball, trieb das Leder voran, überlupfte den soeben abgetauchten Sane und fand Jovic, der Benjamin Stambouli austanzte, Ralf Fährmann keine Chance ließ, eiskalt einnetzte und zum Jubeln abtauchte.

Tedescos Ritterschlag für Eintracht Frankfurt

In den Jahren zuvor, als Eintracht noch als David ins Duell gegen Goliath Schalke ging, hätte jetzt das Zittern auf den Rängen angefangen. Es waren zumeist Duelle, die bis zum Schluss spannend blieben und in denen nur Nuancen entschieden. Doch Domenico Tedesco musste diesmal bei Bild anerkennen: „Wir waren über 60 Minuten auf Augenhöhe. Aber nach dem 0:1 hatten wir keine Chance mehr. Das ist die Realität.“

Schalke fand gegen das Pressing der Eintracht am Ende keine Lösungen mehr

Die Gelsenkirchener mussten sich auf diese „Augenhöhe“ hochkämpfen und gingen das Duell wie ein „Underdog“ an: Tief stehend, die Abwehrarbeit konzentriert und hochintensiv verrichtend und auf Konter lauernd. Die Angst vor einem Fehler war bis auf die Tribüne spürbar, doch eine Stunde lang konnten die Lücken dicht gehalten und somit im Zentrum die zweiten Bälle häufig gewonnen werden. Allerdings: Ein geordneter Spielaufbau oder die Möglichkeit, sich durch eine längere Ballpassage etwas Luft zu holen, war ob des stetigen Pressings der drei Eintracht-Angreifer kaum vorhanden.

Zehn Punkte Unterschied wurden deutlich sichtbar

Zehn Punkte trennen Frankfurt und Schalke in der Tabelle voneinander – und dieser Abstand wurde deutlich sichtbar in der Arena im Stadtwald. Auf der einen Seite eine vor Selbstvertrauen strotzende, an ihre Stärke glaubende und sich am Ende im Rausch befindende Mannschaft gegen einen nervös auftretenden und in der letzten halben Stunde weitestgehend überfordert auftretenden Gegner.

About Christopher Michel

1 Comment

  1. Manuel

    13.11.2018 at 13:13

    Herzerweichende Worte von Tedesco, es ist ja unglaublich das Schalke nicht mit Frankfurt mithalten kann bzw. kein Rezept findet um mit Gegenpressing zu agieren! Diese Mannschaft spielt Champions-League und hat Gott sei Dank eine leichte Gruppe zu gelost bekommen. Ich habe es bereits erwähnt, dass weder Sane, Stambouli noch Naldo eine Verteidigung dirigieren können. Das hat im letzten Jahr noch funktioniert aber Naldo wird nicht jünger und Stambouli und Sane so wie auch Schöpf haben nicht die Klasse um auf nationaler und internationaler Ebene mitspielen zu können. Schalke wird die nächsten 50.Jahre nie Deutscher Meister. Nicht mit diesem mittelklassigen Kader und nicht mit Hr.Heidel.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.