Bundesliga

Strategieloser VfB?- So wehrt sich Dietrich

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Der Führungsetage des VfB Stuttgart wird angesichts der aktuellen Krise immer wieder Strategielosigkeit vorgeworfen. Für Präsident Wolfgang Dietrich ist diese Kritik haltlos.

Viele Beobachter sehen die aktuelle Krise der Stuttgarter darin begründet, dass der Kader für qualitativ hochwertiger gehalten wurde, als es tatsächlich der Fall ist. Für Präsident Wolfgang Dietrich ist diese Interpretation abwegig: „Wir haben das Leistungsvermögen überhaupt nicht überschätzt, wir wussten, dass es nicht einfach wird“, sagte er im Sport1-Doppelpass. Dennoch gab er auch zu, dass die vor der Saison gesteckten Ziele aktuell nicht erfüllt werden: „Gleichwohl sind wir von Platz 9-13 weit entfernt.“ Die Gründe dafür sieht der 70-Jährige auch in der Rückrunde der vergangenen Saison, die den VfB zum Aufstieg führte. „Wir hatten in der Rückrunde viel Spielglück, viele dachten es geht einfach so weiter.“

„Die Kaderplanung war in Ordnung“

Um dem entgegenzuwirken seien „erfahrene Spieler“ geholt worden, um den „Kader zu ergänzen und die Mannschaft weiterzuentwickeln, die Kaderplanung war in Ordnung“, stellte Dietrich fest. Die aktuelle Krise sei deswegen nicht primär den Transfers anzulasten: „Der spielerische Willen der Mannschaft war nicht so, wie wir das erwartet haben“, führte der Präsident einen anderen Grund an. Den in der Sendung aufgekommenen Vorwurf der Strategielosigkeit wollte er dementsprechend auch nicht so stehen lassen: „Ich muss demütig sagen: Wir stehen nicht da, wo wir stehen wollten aber wir wissen was wir zu machen haben.“ Überdies seien alle „Entscheidungen“ bezüglich der Stuttgarter Zukunft „in Absprache“ mit Sportvorstand Michael Reschke und Ex-Trainer Tayfun Korkut getroffen worden. Auch deswegen hatte er kein Verständnis für die Kritik an Sportvorstand Michael Reschke bezüglich des Umgangs mit Tayfun Korkut: „Ein Teil der Fans hat Michael Reschke kritisiert, für die einen war die Entlassung zu früh, für die anderen zu spät.“

Klassenerhalt als Ziel – Verstärkungen möglich

Angesichts der sportlichen Lage könne es allerdings nur noch um den Klassenerhalt gehen. Hoffnung macht Dietrich dabei, dass dieses Ziel mittlerweile in den Köpfen der Mannschaft angekommen sei: „Die Mannschaft insgesamt hat begriffen, dass sie jetzt im Abstiegskampf ist.“ Auch aus der Rückkehr der verletzten Anastasios Donis und Marc-Oliver Kempf zieht Dietrich Positives. Beide sollen in der Länderspielpause zurückkehren. Sollte dies gelingen, dann sind Verstärkungen in der Winterpause unwahrscheinlich: „Wenn die Spieler schnell zurückkommen, dann ist es nicht notwendig den Kader zu verstärken, ansonsten werden wir was tun müssen und auch können.“

About Stefan Katzenbach

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