Bundesliga

Stevens‘ wichtige Rolle bei der Wagner-Verpflichtung

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Seit dem vergangenen Sommer ist David Wagner Trainer vom FC Schalke 04 und hat diesen nach einer sehr schwierigen Saison mit akuter Abstiegsgefahr wieder in die Erfolgsspur gebracht. Eine große Rolle bei der Verpflichtung des Bundesligatrainerneulings spielte dabei Huub Stevens, seines Zeichens selbst eine Trainerlegende bei den Knappen.

Huub Stevens war bis dato dreimal Trainer des FC Schalke 04. Von 1996 bis 2002 prägte er die „Eurofighter“, die 1997 den UEFA-Cup gewannen, und baute sich so ein Denkmal in Gelsenkirchen. Für eine Saison kehrte er dann 2011/2012 noch einmal zurück, um den erkrankten Ralf Rangnick zu beerben. Ende 2012 war dann aber wieder Schluss. In der vergangenen Saison dann die erneute Hilfeaktion, als Stevens den gescheiterten Domenico Tedesco beerbte und mit den Knappen den Klassenerhalt erreichte.

Stevens befürwortete Wagner-Verpflichtung

Danach wirkte der mittlerweile 65-jährige Stevens aber auch bei der Findung des neuen Trainers David Wagner mit, wie er gegenüber dem Sport1-Podcast „Lieber Fußball“ verriet. „Ich kenne David noch von der Zeit, als er Spieler war und habe auch seine Karriere verfolgt, wie er in England gearbeitet hat“, erklärte Stevens. Wagner selbst hat zwischen 1995 und 1997 für die Schalker gespielt und gehörte auch zu besagter Mannschaft, die den Europapokal unter Stevens gewann. Schalkes Sportvorstand hatte dann Wagner als Kandidaten in den Ring geworfen und Stevens machte sofort klar: „Ich denke, das passt. Aber die Mannschaft ist nicht so einfach.“ Entsprechend hatte sich die Verpflichtung Wagners auch bis zum feststehenden Klassenerhalt der Gelsenkirchener hinausgezögert. Der gelungene Saisonstart unter Wagner weckt Hoffnungen – auch bei Stevens: „Ich hoffe, dass es nicht nur ein guter Start war, sondern dass das über längere Zeit hält“, so der Niederländer.

Der verpasste Traum von Mönchengladbach

Stevens selbst hegt übrigens keine Ambitionen mehr auf einen Trainerjob: „Natürlich gab und gibt es Angebote. Aber ich will noch etwas vom Leben haben“, so Stevens. Einem verpassten Engagement trauert der ehemalige Bundesligatrainer dann aber doch nach. „Mein Lieblingsverein früher war Mönchengladbach, damals mit Netzer und den super Spielern, die sie hatten“, so Stevens, der ergänzte: Zwischen seinen Bundesligastationen bei der Hertha (2002-2003) und Köln (2004-2005) stand er im Austausch mit den Gladbachern. „Schade, dass ich dort nie gearbeitet habe. Es hat mal Kontakt gegeben. Aber das ist dann doch nicht so gekommen, so einfach ist das“, bedauerte Stevens die verpasste Chance.

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