1. FC Köln

Stevens‘ Forderung an Beierlorzer: Köln „darf mit dem Abstieg nichts zu tun haben“

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Der 1.FC Köln steht am heutigen Samstagabend auswärts beim FC Schalke 04 vor einer schweren Aufgabe. Die Königsblauen haben zuletzt viermal am Stück gewonnen, während es für die Geißböcke drei Pleiten setzte. Vor der Länderspielpause droht der Absturz an das Tabellenende. Für Huub Stevens hat der Aufsteiger dort nichts zu suchen.

„Dieser Kölner Kader hat so viel Qualität, dass man mit dem Abstieg nichts zu tun haben darf“, schreibt der Ex-Coach in einer Kolumne für den Express. Der Niederländer verbindet es mit einer Forderung an Achim Beierlorzer: „Der Trainer muss diese [Qualität, die Red.] nur richtig zur Geltung und auf den Rasen bringen.“ Besonderen Anstoß nimmt Stevens dabei an der mangelnden Torgefahr der Domstädter. Obwohl Beierlorzer mit Jhon Cordoba, Anthony Modeste und Simon Terodde auf drei klassische Torjäger bauen kann, stellt der Effzeh mit nur vier Treffern neben der TSG Hoffenheim die harmloseste Offensive der Liga.

„Zwei Tore vom Dreiersturm eindeutig zu wenig“

„Zwei Tore von diesem hochkarätigen Dreiersturm sind eindeutig zu wenig“, so Stevens. „Das liegt aber nicht nur an den Angreifern, sondern auch an der Spielanlage.“ Der Niederländer moniert dabei beispielsweise, dass der 1.FC Köln zu schnell mit langen Bällen hantiere. Gleichzeitig sei die aktuelle Spielidee auch defensiv anfällig, was 15 Gegentreffer durchaus belegen. Für den Jahrhundertcoach des FC Schalke 04 wäre deshalb eine Überlegung wert, mit einer Dreierkette mehr Kompaktheit herzustellen.

Beierlorzer gefordert

Gleichzeitig weiß Stevens um die besonderen Umstände des ergebnistechnisch schwachen Saisonstarts. Immerhin hatte Köln ein hartes Auftaktprogramm und auch innerhalb vieler Spiele verschworen sich die Dinge gegen den Aufsteiger. „Ich weiß, dass in Köln jetzt die Leute ungeduldig werden. Es sind allerdings erst sechs Spiele absolviert“, beschwichtigt der als ‚Knurrer aus Kerkrade‘ bekannte Ex-Profi. Den Ball sieht er nun eindeutig in der Hälfte von Beierlorzer. „Er ist nun gefordert, die richtige Balance in seiner Mannschaft zu finden.“ Die Länderspielpause mag da gerade recht kommen. Außer, der 1.FC Köln verbringt sie als Schlusslicht.

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