2. Bundesliga

Stendera: „Bin nicht gekommen, um ein Jahr hier zu spielen und tschüss zu sagen“

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Marc Stendera wechselte im vergangenen Sommer quasi nach dem letzten Drücker noch. Bei Eintracht Frankfurt löste er seinen Vertrag am Deadlineday auf, um einen Tag später für ein Jahr bei Hannover 96 zu unterschreiben. Dort ist der 23-Jährige mittlerweile angekommen und gewillt länger zu bleiben.

Für Marc Stendera war der Wechsel von der Frankfurter Eintracht zu Hannover 96 die letzte Chance. Unter Eintracht-Trainer Adi Hütter geriet das Eigengewächs der Hessen auf das Abstellgleis, seine Karriere stand am Scheideweg. Und doch schien ein Wechsel zu scheitern. „Ohne 96 wäre ich wahrscheinlich in Frankfurt geblieben. Es war die einzige Option, die ging. Deswegen habe ich nicht lange überlegt. Es war eine Entscheidung von fünf Minuten“, so Stendera im Gespräch mit dem Sportbuzzer. Bei den 96ern ist er angekommen, erhält regelmäßig seine Einsätze und das Vertrauen von Trainer Mirko Slomka. Ein wichtiger Faktor, um auch langfristig bei den Niedersachsen zu bleiben: „Wer mich kennt, weiß, dass ich niemand bin, der jedes Jahr den Verein wechselt. Ich kann mir absolut vorstellen zu bleiben. Ich bin nicht gekommen, um ein Jahr hier zu spielen und dann tschüss zu sagen.“

Mit Leistung vorangehen

Stendera verfolge stattdessen das Ziel, mit den Hannoveranern wieder in die Bundesliga aufzusteigen und sich dort zu etablieren. Für die Eintracht ist der ehemalige U21-Nationalspieler bereits 78-mal in der deutschen Eliteklasse aufgelaufen und kann in Hannover entsprechend seine Erfahrung weitergeben. „In Frankfurt bin ich der Mensch geworden, der ich jetzt bin. Ich versuche, die Jungs zu unterstützen und für sie da zu sein. Wichtig ist erst mal, dass ich mich konzentriere und meine Leistung abrufe“, erklärte Stendera. Von der Begrifflichkeit „Leader“ halte er hingegen nicht viel, so möchte er sich auch nicht bezeichnen: „Führungsspieler hin oder her – es bringt ja auch nichts, wenn du viel sprichst und nur Scheiße laberst. Du musst einfach mit Leistung vorangehen. Das versuche ich, so gut es geht.“

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