Borussia Dortmund

St. Petersburg statt Real, China statt Juventus: Witsel erklärt seinen Karriereweg

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Axel Witsel galt in der vergangenen Spielzeit schnell als absoluter Erfolgsgarant bei Borussia Dortmund. Dabei hatten viele Beobachter seinen Wechsel anfänglich mit Skepsis beobachtet. Schließlich kam hier ein 29-Jähriger zum BVB, der zuletzt in China und Russland gespielt hatte. Der Belgier erklärt seinen Karriereweg.

Dabei hat sich der Mittelfeldmann beinahe immer für den eher ungewöhnlichen Pfad entschieden. Den Wechsel von Jugendklub Standard Lüttich zu Benfica nach Lissabon kann man dabei außen vor lassen. Nach nur einem Jahr verließ er die Portugiesen wieder. Es ging zu Zenit St. Petersburg. „Ich hätte auch zu Real Madrid wechseln können, als Jose Mourinho dort war“, berichtet Witsel gegenüber DAZN und Spox. Die Königlichen holten dann aber Luka Modric von den Tottenham Hotspur, in die zweite Reihe wollte er selbst nicht wechseln.

Wechsel zu Juventus stand schon fest

Mit seinem Verkauf nach Russland machte Benfica ein gutes Geschäft, betont Witsel. „Bis zu Joao Felix‘ Abgang waren die 40 Millionen Euro noch die größte Transfereinnahme der Vereinsgeschichte“, weiß der 103-fache Nationalspieler. Viereinhalb Jahre sollte er in Russland bleiben, ehe die nächste Entscheidung anstand. Eigentlich stand ein ablösefreier Wechsel zu Juventus Turin im Sommer 2017 bereits mehr oder minder fest. „Ich hatte schon den Medizincheck bestanden und musste eigentlich nur noch den Vertrag unterschreiben“ erinnert Witsel. „Ich habe den ganzen Tag im Büro gewartet und am Ende sagte mir Zenit, dass ich wieder zurückkommen müsse.“

Söldner? Angebot „konnte ich nicht ablehnen“

Im Januar 2017 ließ der Klub ihn dann für 20 Millionen Euro zu Tianjin Quanjian (heute Tianjin Tianhai) ziehen. Der Ruf des Afro-Trägers als Söldner war endgültig perfekt. Dass Geld der treibende Faktor war, hat Witsel nie verhehlt. „Es war ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte“, sagt er auch nun. Einen längeren Aufenthalt plante er in China nicht, nach der WM 2018 sollte es zurück nach Europa gehen. Dabei spielte Borussia Dortmund der ungewöhnliche Karriereweg von Witsel in die Karten. Wäre er 2012 zu Real gewechselt, oder 2017 zu Juventus, er wäre wohl kaum für die Schwarzgelben erreichbar gewesen. Auch so war sein Transfer nach Dortmund nicht eben vorgezeichnet.

„Vielleicht sogar länger“ als vier Jahre bei der Borussia

Immerhin gab es auch Interesse von Paris Saint-Germain und Manchester United. „Aber ich wollte nicht abwarten“, so Witsel. „Ich hatte das Gefühl, dass ich für Dortmund die erste Wahl war.“ Für beide Seiten hat sich der Transfer als hervorragende Angelegenheit herausgestellt. Der Belgier ist Führungsspieler und Leistungsträger bei einem Klub mit hohen Ambitionen, der zudem regelmäßige Heimatbesuche ermöglicht. „Ich habe für vier Jahre unterschrieben und möchte diese vier Jahre auch beim BVB bleiben, vielleicht sogar länger“, sagt Witsel. „Ich bin viel herumgekommen. Deshalb ist es jetzt gut für mich und meine Familie, hier zu bleiben.“

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