2. Bundesliga

St. Pauli will hoch hinaus und Bielefeld unten raus

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Arminia Bielefeld und der FC St. Pauli treffen am Sonntag (13.30 Uhr) aufeinander – unter gänzlich verschiedenen Vorzeichen. Für den Gastgeber geht es darum, nach einer Niederlagen-Serie endlich das Ruder herumzureißen. Die Kiezkicker hingegen könnten mit einem Sieg in die Aufstiegsränge rutschen.

Sieben Punkte trennen Arminia Bielefeld und den FC St. Pauli vor ihrer Begegnung am Sonntagmittag – ein Unterschied von beinahe zehn Tabellenplätzen. Die Bielefelder stehen nach vier Niederlagen infolge auf dem 14. Tabellenrang, nur drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Die Gäste aus Hamburg haben ihre vergangene Partie zwar auch verloren, konnten zuvor aber fünf Spiele ungeschlagen gestalten und stehen mit 19 Zählern auf einem sehr komfortablen fünften Platz. Während St. Pauli also mit einem Sieg an der Tabellenspitze anklopfen könnte, steht die Arminia unter weitaus mehr Druck, endlich wieder etwas Zählbares einzufahren.

Bielefeld auf der Suche nach Lösungen

„Wir stehen alle in der Pflicht, auch das Trainerteam muss sich hinterfragen. Ich mache mir natürlich extrem viele Gedanken. Es gibt nur dieses eine Thema in meinem Leben. Ich wache morgens auf und denke über die Optionen nach. Wer spielt in der Innenverteidigung, im Mittelfeld, im Sturm?“, verriet DSC-Trainer Jeff Saibene vor der Partie am Sonntag. Vier Niederlagen in Serie haben das Selbstvertrauen der in der vergangenen Rückrunde und den ersten Spielen der aktuellen Saison so starken Bielefelder ernsthaft erschüttert. Auch unter der Woche mussten die Westfalen im DFB-Pokal eine herbe 0:3-Niederlage gegen den MSV Duisburg hinnehmen. „Sportlich ein bisschen enttäuscht von der Mannschaft“, war Saibene, beteuerte aber gleichzeitig: „Aber es ist keiner dabei, der nicht gewinnen will. Sie wollen alle. Alle sind voll frustriert. Das macht ja keiner bewusst“, so der Luxemburger.

Die Anfangsphase ist entscheidend

Dass die Bielefelder gewinnen wollen, unterstrich unter der Woche Ex-Bielefeld-Keeper Matthias Hain. „Gerade wenn der Druck steigt, entwickeln die dort eine Trotzreaktion, können richtig dreckig werden! Mir gefällt diese Mentalität ja. Bielefeld dürfen wir deshalb nicht unterschätzen“, so der Torwarttrainer des FC St. Pauli gegenüber der Bild. Auch Pauli-Coach Markus Kausczinski nimmt die Arminia keinesfalls auf die leichte Schulter: „Die werden alles geben, um die Scharte auszuwetzen. Wir müssen die Anfangsphase überstehen, wenn der Gegner mit Wut kommt. Fakt ist, dass es ein schweres Spiel ist. Es wird hart umkämpft sein.“ Auch Jeff Saibene sieht die Anfangsphase der Begegnung als entscheidend an: „Wenn man schon zu Beginn eines Spiels Zweikämpfe für sich entscheidet, kann man Vertrauen gewinnen, die Zuschauer mitnehmen und ein Spiel auf seine Seite kippen.“

Kauczinski: „Wollen uns oben festbeißen“

„Die Mannschaft ist gefestigt. Daher mache ich mir keine Sorgen, dass wir in irgendeiner Form zurückziehen werden“, erklärte Kauczinski das Innenleben seiner Spieler bezüglich der 0:1-Niederlage gegen Holstein Kiel. Es war der erste Punktverlust nach zuvor zwei Siegen und insgesamt fünf ungeschlagenen Spielen. Für Kauczinski ist der Auftrag an sich und seine Mannschaft klar: Wir haben letzte Woche etwas liegen gelassen und jetzt etwas gutzumachen.“ Mit drei Punkten könnten die Hamburger wieder auf einen Aufstiegsplatz klettern. „Es bringt Spaß, da oben mitzumischen. Wir wollen uns da festbeißen, wir bleiben dran“, so der Pauli-Coach im kicker. Dies wird jedoch ohne Christopher Buchtmann angegangen werden müssen, der Oberschenkel des Mittelfeldmotors macht noch Probleme. Egal mit welchem Personal, Mittelfeldspieler Johannes Flum geht von einem sehr schweren Spiel aus: „Wir werden die Arminia nicht spielerisch an die Wand klatschen. Es ist immer unangenehm, auf der Alm zu spielen. Das wird ein richtig ekliges Spiel.“

About Marc Schwitzky

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